Ein Raumschiff lässt Menschen an Bord schweben.

Spuk von Rosenheim

Ein etwas anderer, aber genauso übernatürlicher und unerklärlicher Vorfall ereignete sich in der oberbayrischen Stadt Rosenheim. Im Sommer 1967 berichtete der Rechtsanwalt Sigmund Adam, dass es in seiner Anwaltskanzlei spukt – Telefonate wurden beendet oder getätigt (obwohl niemand anwesend war), Lampen drehten sich um 90-Grad und zerplatzten, Schränke verschoben sich und Schubladen wurden wie durch Geisterhand geöffnet. Nachdem das technische Prüfamt Kurzschlüsse oder Fehler in den Geräten ausgeschlossen hatte und sich die Ereignisse dennoch weiter häuften, wurden die Kriminalpolizei und die Presse informiert. Geisterjäger*innen aus der ganzen Welt waren davon überzeugt, dass es sich um einen Poltergeist (laut volkstümlicher Überlieferung ein Dämon, der ein Haus und dessen Bewohner*innen schikaniert) handeln muss. Daraufhin wurde ein Expertenteam aus renommierten Wissenschaftler*innen der Technischen Universität München zusammengestellt, die den Vorkommnissen auf den Grund gehen sollen. Diese berichten von paranormalen Ereignissen und beteuern, dass keine Fremdeinwirkung der Grund sein kann; vielmehr musste es etwas sein, was mit herkömmlicher Wissenschaft nicht zu erklären war. Der Professor Hans Bender hatte eine ganz besondere Theorie, die in Verbindung mit der 19-jährigen Anwaltsgehilfin Annemarie Schaberl stand. Er war davon überzeugt, dass es sich um Telekinese handelt, also der Kraft, Gegenstände bewegen zu können, ohne diese zu berühren. Er beschreibt die Telekinese als ein Phänomen, das insbesondere bei leicht reizbaren, psychisch labilen Jugendlichen auftritt, die ihren Frust dadurch zum Ausdruck bringen. Die Wissenschaftler*innen berichteten, dass die paranormalen Ereignisse erst anfingen, wenn die junge Mitarbeiterin die Kanzlei betrat und ihre Arbeit begann. Wenn sie sich im Raum bewegte, explodierten Lampen, Wandteller zerbarsten auf dem Boden und die Scherben flogen in die Richtung von Annemarie. Als sie daraufhin in den Urlaub geschickt wurde, hörten die übernatürlichen Phänomene plötzlich auf – an dem Tag ihrer Rückkehr kehrten sie zurück. Da die Wissenschaftler*innen keinen anderen Anhaltspunkt hatten, entließ der Rechtsanwalt seine Anwaltsgehilfin. Seit diesem Tag wurden keine besonderen Vorkommnisse in der Anwaltskanzlei festgestellt. Auch Jahre später beteuert Annemarie Schaberl weiterhin, dass sie nichts mit der Sache zu tun hatte – bis heute weiß man nicht, was genau die übernatürlichen Begebenheiten wirklich auslöste.