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Warum wir beim Lernen öfter mal ein Glas Wein trinken sollten

Ein Plädoyer für den gepflegten Rausch. Achtung: Dieser Text verherrlicht Alkohol und ist mit einem Augenzwinkern zu lesen. In dem Sinne: Prösterchen!

Achtung: Dieser Text verherrlicht Alkohol und ist mit einem Augenzwinkern zu lesen

Als Student ist man klar im Vorteil: Hin und wieder muss man zwar schon in die Uni und eine Vorlesung oder ein Seminar mitnehmen, aber wenn man schlau ist, hat man seine Kurse am Abend und muss nicht morgens um acht vor dem PC sitzen. Ginge ja auch gar nicht, denn seien wir mal alle ehrlich: Wenn man um sechs Uhr morgens betrunken ins Bett fällt, hat man auch gar keinen Bock, eine Stunde später schon wieder aufzustehen. Und müssen wir eben auch gar nicht! Unser Leben kann locker aus WG-Partys, Bars, in der Sonne liegend ein Bier trinken und verkatert in der Uni sitzen bestehen. Nur um am Ende des Semesters doch immer wieder feststellen, dass wir nächste Woche eine Hausarbeit abgeben müssen und fünf Klausuren schreiben. Was tun? Am besten einfach das Gleiche wie bisher, nämlich Weitertrinken!

Vergesst die ganzen Tutorien!

Vielleicht sollte man das nicht unbedingt in der nächsten Eckkneipe machen, in der man seine Verzweiflung ertränkt; sondern stattdessen tatsächlich vor dem Schreibtisch. Vergesst Lerngruppen und Tutorien, Alkohol ist genau so gut als Lernhilfe. Warum trinken wir denn normalerweise, wenn wir weggehen? Alkohol ist doch für uns immer irgendwie ein kleines Helferlein. Das ist vielleicht nicht die beste Intention, um zu trinken, aber wir Menschen sind nun mal unvernünftig. Mit Alkohol wollen wir Spaß haben, dank Alkohol wollen wir offener werden, Alkohol macht uns entspannt. Es ist uns völlig egal, dass der Typ, mit dem man gerne was anfangen würde, nur noch zehn Zentimeter neben einem steht, es ist uns egal, dass wir bescheuert tanzen: Genauso entspannt können wir beim Lernen die ganzen Deadlines in unserem Kalender schaffen. Mit Alkohol sind wir auf einmal der Meinung, dass wir das schon irgendwie hinbekommen. Zumindest wirkt der Aufgabenberg dann nicht mehr wie ein einschüchterndes Monster, das vor uns steht und uns gleich auffrisst – und dann haben wir auch den Mut, uns einfach hinzusetzen und mal anzufangen.

Kreativ durch Alkohol

Eine weitere Fähigkeit, die uns Alkohol wundersamerweise verleiht, ist die Kreativität. Dank zwei Flaschen Wein sitzt man die ganze Nacht in einer WG-Küche und sinniert über Gott und die Welt, Politik und andere Themen, und dabei fallen uns auf einmal Sätze ein, die wir im nüchternen Zustand nicht mal aussprechen könnten. Also, keine Idee für deine Hausarbeit? No worries, schenk dir ein Glas ein, danach fliegen deine Finger über die Tasten und die Ideen sprudeln nur. Klar, nach fünf Gläsern Wein erzählst du deinem Professor in der Arbeit dann eine Story von einer Katze im Weltall, die die biochemischen Prozesse auf dem Mars entdeckt hat und per Wurmloch auf die Erde gebracht hat, so dass wir jetzt alle fliegen können – das wäre dann ein bisschen kontraproduktiv (außer du hast das tatsächlich als Thema, dan wollen wir aber wissen, was und wo du studierst). So ein paar kleine Schlückchen können aber eben schon helfen, dass man erst mal in Fahrt kommt; und – das kennen wir alle – dann geht es auch irgendwann wie von allein. Es wurde sogar tatsächlich in einer Studie bewiesen, dass man kreativer ist, wenn man ein bisschen angeschickert ist. (Wir wussten es schon immer!) Allerdings sollte man sich für die Arbeit nicht allzu viel merken müssen, denn wenn man trinkt, dann kann man sich schlechter an Sachen erinnern.

Wie geht’s deinem Gehirn?

Wer bei dem ganzen Getrinke jetzt Angst um seine Gehirnzellen hat – muss man nicht. Auch wenn man noch so oft gehört hat, dass dabei zahlreiche Zellen absterben sollen – das ist so nicht richtig. Unsere Gehirnzellen sind nur ein bisschen verwirrt und können nicht mehr ganz so gut kommunizieren – aber das kriegen sie nach dem Ausnüchtern wieder auf die Kette. Zur Feier darauf erst mal einen Sekt, deine Gehirnzellen haben auch Bock auf ein bisschen feiern!

Alkohol macht uns also nicht dümmer, im Alter hilft es uns sogar, schlau zu bleiben. Eine Studie hat herausgefunden, dass es Anzeichen gibt, dass Alkohol Krankheiten wie Demenz und Alzheimer verhindern könnte. Wir sollten also unbedingt ab und zu ein bisschen trinken, um unserer Gesundheit zu helfen. Und wenn wir gesund sind, dann dann sind wir auch fit fürs Studium. Party, Party! Den Kater danach kann man mit einem Konterbier einfach ignorieren und gleichzeitig wird man durch den Alkohol im Konterbier ja wieder kreativ und so.

Nur bitte: Übertreibt es trotzdem nicht. Ein Gläschen Kreativitätswein ist drin, jede Session aber eine ganze Flasche ist zu viel. Aber zum Glück seid ihr durch das Süffeln ja auch schlau genug, um selbst zu wissen, wie man verantwortungsvoll damit umgeht. In dem Sinne: Prost!

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Titelbild: Unsplash/Pexels unter CC0 Lizenz

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