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Tinder: Geh wählen, dann wählt man auch dich

In den USA wird gewählt. Damit möglichst viele mitmachen, hat sich Tinder etwas ausgedacht: Wählen für die Liebe.

Heute finden in den Vereinigten Staaten die Kongresswahlen statt – zwei Jahre nachdem Donald Trump US-Präsident wurde. Zwei Jahre, in denen einiges passiert ist. Zwei Jahre, in denen Trump dem Freihandelsabkommen, dem Pariser Klimaabkommen und dem UN-Menschenrechtsrat den Rücken gekehrt hat. Die Wahlbeteiligung bei den Kongresswahlen war in der Vergangenheit denkbar schlecht. Im Jahr 2014 nutzten nur 37 % aller Wahlberechtigten ihre Chance auf Veränderung. Das muss sich ändern und genau das will die Dating-App mit ihrer neuesten Strategie erreichen:

 

Tindern für den Frieden

 

Zum Wahltag hat sich das Unternehmen etwas ganz Besonderes ausgedacht. Wer heute unter dem Hashtag #EverySingleVote auf Twitter ein Foto von sich veröffentlicht, auf dem er gerade seine Wahlunterlagen einwirft, dem blüht Netflix & Chill – wochenlang. Mit etwas Glück ist er oder sie nämlich unter den 200 Gewinnern, die gratis einen 30-minütigen Boost ihres Profils erhalten. Was das ist? Mit diesem Zauber bist du für eine halbe Stunde das Heißeste, was die nähere Umgebung zu bieten hat. Tinder verspricht eine Verzehnfachung der Views. Na wenn das mal kein Anreiz ist. Let’s get them all!
Und übrigens: Wer mit der lahmen Ausrede „Zeitmangel“ um die Ecke kommt, für den hat Tinder das beste Gegenargument: Bei der letzten Wahl 2016 wurden ordentlich Daten gesammelt. Am Wahltag wurde die App damals über 36 Millionen Mal geöffnet, knapp 120 Millionen Minuten Zeit dafür aufgewendet und ganze 380 Millionen Profile durchgeklickt. Argument entkräftet?
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Midterms sind eine große Chance – jede Stimme zählt und vielleicht findet der ein oder andere Tinderheld ja den Traumpartner an der Wahlurne?

 

Zwischenbilanz

 

So oder so. Wählen ist eine bürgerliche Pflicht – bei uns und in den USA. Nach zwei Jahren Trump verteilen die sogenannten Midterms einen Teil der Sitze im Kongress neu und ernennen Gouverneure in 36 Bundesstaaten. Vor allem aber sind sie ein vom Volk ausgestelltes Zwischenzeugnis für Donald Trump. Es wird sich zeigen, wo auf der Notenskala seine Bürgerinnen und Bürger für die Arbeit der bisher vergangenen Amtszeit ein Kreuz setzen.

 

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

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