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Auf die Kästen, fertig, los!

Mit einer ans Alter angepassten Neuinterpretation bringen wir ihn zurück: Den guten alten Kastenlauf.

Wie kommen wir im Sommer am besten zu unserem Biernick? Ganz angestrengt mit dem Fahrrad, in der stickigen Bahn oder nüchtern mit dem Auto? Klar, kann man natürlich alles machen. Aber es gibt ein Mittel der Fortbewegung, das alle anderen in den Schatten stellt. Es wird oft zu Unrecht vergessen und als jugendliche Peinlichkeit abgetan. Aber es verbreitet gute Stimmung und mit ihm macht das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ endlich mal Sinn: Der gute alte Kastenlauf. Man tut sich – mindestens zu zweit – zusammen und trägt einen Kasten Bier … nun ja, irgendwo hin. Eigentlich sind die Regeln folgendermaßen: Verschiedene Teams treten gegeneinander an. Wer als erstes mit dem leergetrunkenen Kasten am vereinbarten Ziel ankommt, hat gewonnen und genießt den größten Respekt unter allen anderen Teilnehmer*innen. 

Zugegeben, das klingt erstmal nach einem harten Trinkspiel und womöglich nach eben der gerade angesprochenen jugendlichen Peinlichkeit. Das lässt sich aber ganz einfach ändern, in dem man die Regeln etwas der erwachsenen Reife anpasst. Statt dem Zwang, den ganzen Kasten leer zu trinken, gewinnt einfach der, der als erstes an einem handverlesenen Ziel ankommt, an dem man dann gesellig weitertrinken kann. Das kann ein Park sein, ein See oder eben irgendein anderer beliebiger Ort, an dem sich ein Biernick (ja, wir ziehen das durch) genießen lässt. Gegen das ein oder andere Wegbierchen spricht ja nichts und der Kasten wird dadurch auch leichter. Sind die Teams größer, muss sich auch niemand besaufen, ganz einfache Rechnung. Anderenfalls schmuggelt man halt Radler oder auch mal ein Wässerchen mit in den Kasten.

Der Kastenlauf eignet sich übrigens wunderbar für diesen Sommer. Durch den Kasten bleibt immer ein bisschen Abstand und eine vermeintliche Barriere zwischen zwei Menschen. Trotzdem schafft das gemeinsame Tragen, die Synchronisation der Schritte, der Teamgeist und natürlich das gemeinsame Biertrinken eine innige physische als auch emotianle Verbindung zwischen den Kastenläufer*innen. Nun ja, und die Vorteile eines Biernicks dürften inzwischen ja jedem klar sein. Also kurz zusammengefasst: Nein, es ist nicht cool, wenn man sturzbesoffen und grölend mit einem Bierkasten durch die Stadt läuft. Wir plädieren stattdessen für eine geselligere, erwachsenere Interpretation des Kastenlaufs, die zwar nostalgische Erinnerungen an die frühe Jugend hervorruft, aber auf keinen Fall die bösen (und stark alkoholisierten) Geister der Vergangenheit heraufbeschwört.  

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Bildquellen: Pexels / Unsplash

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