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Ups: Russische Studenten entwickeln einen (nahezu) menschlichen Roboter

Russische Studenten haben einen Roboter auf den Markt gebracht, der so richtig nice tanzen kann. Fast schon täuschend echt!

Die Party ist am Höhepunkt, wenn neben dir jemand plötzlich anfängt seine Gliedmaßen im Takt des Elektrosounds langsam auf und ab zu bewegen. Ganz klassisch wird dann vor allem der Kopf hin- und hergedreht und Unter- und Oberarm AB-WECH-SELND AUF UND AB BE-WEGT. Fertig ist der Klassiker aller Partymoves: Der Roboter. Unzählige Partygäste scheitern jedes Wochenende an dieser Kür, die von außen doch so einfach aussieht. Vielleicht sollten wir uns tatsächlich endlich eingestehen, dass diese Bewegungen einzig und allein der Maschine selbst vorbehalten sind?

 

Robotdance für Fortgeschrittene

 

In Russland fand kürzlich eine Technologiekonferenz statt. Die Veranstaltung bot Anlass für einen ganz großen Auftritt: Roboter „Boris“ war am Start, um mit seinen angesagten Dancemoves die anwesenden Gäste zu animieren. Das klappte ganz wunderbar, die Menschen sprangen begeisternd und johlend von ihren Stühlen auf und versuchten sich selbst in der Nachahmung der maschinellen Choreografie. Angeblich war die Performance so überzeugend, dass eine Videoaufnahme davon kurz darauf im russischen Staatsfernsehen übertragen wurde. Dort wurde der von einer Gruppe von Studenten erschaffene „Boris“ als modernster Roboter überhaupt abgefeiert. Hier könnt ihr euch selbst ein Bild vom technischen Ausnahmetalent machen und eure zum Abiball erlernten Standardschritte mal mit einem richtigen Perfektionisten vergleichen:

 

 

It’s all Fake!

 

Beeindruckt? Tja, dann müssen wir euch leider enttäuschen, denn „Boris“ ist kein richtiger Roboter! Journalisten meldeten kurz nach der Vorführung erste Zweifel an der Authentizität des Tänzers. Sie stellten sich unter anderem folgende Fragen:

  1. Warum hat der Roboter keine Sensoren?
  2. Wie konnte man den Roboter so schnell anzufertigen, ohne dass jemals irgendein Artikel über das Vorhaben erschienen ist?
  3. Warum hat der Roboter während dem Tanz teilweise unnötige Bewegungen gemacht?
  4. Warum sieht die Hülle so aus, als würde ein Mensch perfekt hineinpassen?
  5. Warum gab es eine Aufnahme von der Roboterstimme, warum hat er nicht live gesprochen?

Fragen über Fragen und genau eine Antwort. Auf einem Foto, das im Nachhinein auf Social Media erschienen ist, kann man ganz deutlich einen menschlichen Nacken erkennen. Nice try, kann man da nur sagen – der Prank war auf jeden Fall erfolgreich. Der Roboter ist in Wirklichkeit aber ein ungefähr 3700 Dollar teures Kostüm namens „Alyosha the Robot“ der Firma Show Robots. Aber: Der Typ in der Verkleidung wäre vielleicht der perfekte Partygast bei der nächsten W-G-ES-KA-LA-TION!

 

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Titelbild: Unsplash unter CC0 Lizenz

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