Burn in Hell, 2016!

Tja, liebe Fernsehanstalten, das hat man wohl davon: Voreilige Jahresrückblicke provozieren weitere Konteroffensiven. Wie hätte dieses Jahr des Heldensterbens anders enden können als mit einem weiteren Schlag in die Fresse der Musik- und Kulturfans? Zugegeben war George Michaels Tod an Weihnachten wohl das Ironischste, was der Endgegner dieses Jahr zu bieten hatte (Obacht: Weiterer geschmackloser „Last Christmas“-Flachwitz).

Neben Terroranschlägen, sportlichen Großereignissen, Wahlkampfausschreitungen und der anhaltenden Flüchtlingsdebatte bestimmte vor allem das Ableben namhafter Persönlichkeiten das Jahr 2016.

Unter anderem David Bowie, Alan Rickman, Maurice White, Roger Cicero, Prince, Muhammad Ali, Götz George, Bud Spencer, Leonard Cohen und in den letzten Zügen diesen Jahres eben auch George Michael und Carrie Fischer – die zu beklagenden Verluste in den Bereichen Sport, Kultur und Politik sind schwerwiegend und auffallend zahlreich.

Nach dem Tod von Prince äußerte sich Carolin Kebekus auf Twitter wie folgt:

 

Wir wollen ergänzen: Ein ziemlich geil besetzter Blockbuster scheint ebenfalls in der Planung zu sein – vermutlich ein Dreiteiler.

Eine grandiose Errungenschaft dieser Zeit scheinen die extra betitelten Rückblicke auf glückliche Promi-Momente 2016 zu sein. Diese beinhalten dann den exponentiellen Anstieg des royalen Nachwuchses in Schweden, die erneute Zwillingsschwangerschaft von Alessandra ‚Sandy’ Meyer-Wölden und die Rückkehr von Brad Pitt auf den Singlemarkt. Ganz schön schwacher Trost!

Natürlich wiegt der Tod Prominenter nicht schwerer als der so vieler Zivilisten und Unschuldiger, die in Kriegsgebieten oder auf der Flucht ihr Leben verloren haben. Und doch scheint der Verlust eines Vorbildes immer ein wenig greifbarer und persönlicher.

Die Lebensdauer und Intensität vieler unserer Helden wird auch in den kommenden Jahren weitere Verluste zu verantworten haben. Feiern wir also die Unsterblichkeit ihres Schaffens und ihrer Werke und sind dankbar für die Zeit, die sie ihrer Kunst widmen konnten.

 

R.I.P.
Carrie Fisher

Alan Rickman