Bild: Alexander Krivitskiy, CC0-Lizenz, via Pexels (Bildgröße verändert)

Gruppensex und Gewaltfantasien: Die Anziehungskraft von Dark Romance

Feminismus und Unterwerfung – geht das?

Wonda bezeichnet sich selbst als Feministin, die über weibliches Begehren schreibt. Dabei betont sie, dass dies nicht zwangsläufig bedeutet, „beim Sex oben zu sitzen“, sondern vielmehr um die freie Entfaltung von Fantasien, die Frauen ohne den Stempel der Enttäuschung des Feminismus erleben dürfen. Vielleicht geht es darum, Frauen nicht ihre sexuellen Wünsche abzuschreiben. Denn das wäre schließlich antifeministisch. So geht durchaus beides – Unterwerfung im Bett und Protest auf der Straße. 

Trotzdem kann die Darstellung von toxischen Beziehungen und roher Gewalt, die dann am Ende doch mit Liebe belohnt wird gerade für jüngere Leser*innen, die vielleicht ihre eigene Liebesgeschichte noch nicht geschrieben haben, einen falschen Maßstab vermitteln. Eine falsche Akzeptanz. Denn Liebe hat nichts mit Abhängigkeit und Abwertung zu tun. Ich spreche hier auch nicht von Fetischen oder Kinks. Sondern von der Autonomie, innerhalb dieser Liebe wachsen zu dürfen, füreinander und miteinander. Offen und frei. 

Um eins abschließend klarzustellen: Ich selbst bin ein großer Fan davon, sich in Büchern zu verlieren. Auch ich erlag schon dem Charme des einen oder anderen Bookboyfriend. Aber am Ende des Tages bleibt es genau das – eine Geschichte, die nicht zu deiner eigenen Realität werden sollte. 

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