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Digital Detox: 6 Dinge, die du lernst, wenn du ein Wochenende offline bist

Selbstversuch: Wir nehmen uns Urlaub vom digitalen Stress. Was sich durch ein Wochenende ganz ohne Medien wirklich ändert.

Wann hast du das letzte Mal auch nur einen Tag verbracht, ohne zu chatten, deine Facebook Wall zu checken, zu telefonieren, Emails zu lesen, online zu surfen, oder fern zu sehen? Richtig. Vermutlich kann sich niemand an einen Tag ohne erinnern. Medien sind in unserem Leben omnipräsent. Es ist ein ewiger Teufelskreis aus unzähligen Informationen, die in einer völligen Reizüberflutung enden. Ständig checken wir also, was online abgeht, wir müssen schließlich immer up to date zu sein.

Wir sind überfordert! Schon Sozialwissenschaftler Alvin Toffler wusste vom „Information Overload“. Unser Gehirn wird ständig bombardiert aus einer Datenflut von Bildern, Texten, Videos und sonstigen Sensationen. Dazu musst du nur einmal „Information Overload“ bei Google eingeben, dann weißt du, was der gute Herr gemeint hat. Das Googleproblem kennt jeder, man hat eben die Qual der Wahl. Wer soll da noch durchblicken? Auch das Schreiben dieses Artikels endet somit automatisch in einer Informationsüberflutung. Hat man nicht gerade ewig Zeit sich durch die knapp zwölf Millionen Einträge zu klicken, zwingen sie einen dazu, Entscheidungen zu treffen, die Informationen qualitativ zu beurteilen und zu selektieren. Das macht uns, laut der 1970 aufgestellten These, nicht nur zu schlechteren Entscheidungsträgern, sondern angesichts der „Herausforderung“ auch ängstlich und hilflos. Glaubt man der Theorie, sind wir mit der Reizüberflutung also völlig überfordert, die Stresshormone steigen.

 

Einfach mal offline gehen

 

Die meisten können sich das Leben ohne Handy und Laptop gar nicht mehr vorstellen. 2013 berichtete Spiegel Online, dass sich die 14- bis 49-Jährigen täglich beinahe zehn Stunden mit Medien aller Art beschäftigen. Ein Konsum, der fast die Hälfte des Tages einnimmt. Mithilfe der digitalen Entgiftung, dem sogenannten „Digital Detox“, kann man sich selbst eine Auszeit von den Medien gönnen. Angefangen hat das Ganze unter dem Motto „Disconnect to Reconnect“ mit Hippiecamps im Silicon Valley, bei denen man tage- beziehungsweise wochenlang, ohne jegliche Medien auskommen muss. Sogar namhafte IT- und Internetfirmen wie Google, Facebook oder Microsoft haben das Potenzial von Digital Detox erkannt und ihre Mitarbeiter auf Digitaldiät gesetzt. Hört, hört! Ziel des Ganzen ist es, zu entschleunigen, seine Achtsamkeit zu verbessern und das Auge für die eigene Umwelt zu schärfen. Laut einer Studie der „National Sleep Foundation“ soll man sogar entspannter schlafen können.

Auch wer jetzt gerade kein Digital-Detox-Camp in der Nähe hat, kann ganz ohne Reisekosten in den Digitalurlaub fahren. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Wochenende offline? Gar keine schlechte Idee, dachten wir uns. Erkenntnisse eines Selbstversuchs:

 

  • Digital Detox Taube

    1

    Du wirst erstmal nervös

    Irgendwie wirkt die vermeintliche Verminderung von digitalem Stress erst mal so, als hätte man noch mehr Stress! Man will ständig aufs Handy linsen, Freunden schreiben, was man gerade so treibt und mit ihnen gemeinsam das Wochenende planen. Geht aber nicht, was macht man denn nun? Die Reichweite der Digitaldiät wird einem erst beim eigentlichen Beginn dieser sichtbar.

Kommentare

  1. Ich habe mich das letzte WE auch dem Handykonsum entzogen – erst war es komisch – aber dann fühlte ich mich auch „befreit“ – wie ich mich abgelenkt habe kann es gerne hier nachlesen: https://ninawandertlos.wordpress.com/2017/11/08/digital-detox-wochenende-in-brilon/

    Nina / Antworten

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