Diversität in Serien? – Gerne, aber bitte richtig

Noh Juhan (links) in Squid Game; Liam Daniel (rechts) in Bridgerton, Bild: Netflix

Nach fünf Filmen von Daniel Craig in der ikonischen Rolle des James Bond ist nach „No Time To Die“ nun Schluss. Der 53-jährige Brite legt die Pistole beiseite und hat seinen letzten Martini getrunken. Was bleibt, ist die Frage der Nachfolge, über die bereits jetzt heftig diskutiert wird. Neben möglichen Namen ist aber vor allem ein Thema besonders kontrovers: Geht es weiter mit dem weißen Stereotyp-Briten, oder geht die Reihe neue Wege mit einer Frau, vielleicht sogar einer Person of Color? Ein Kommentar.

Witcher-Serie ändert Hautfarbe von Charakteren

Es ist eine Diskussion, die immer wieder aufkommt. 2019 spaltete der Cast von „The Witcher“, das sich als eines der Serienhighlights der vergangenen Jahre entpuppte, die Fangemeinschaft. Während neue Serienliebhaber vermutlich eher weniger Probleme mit dem Cast hatten, war es vor allem die eingefleischte Witcher-Community, die Kritik übte. Die Netflix-Serie „The Witcher“ basiert ursprünglich auf den Büchern des polnischen Autoren Andrzej Sapkowski, der dort eine Fantasy-Welt mit mittel- und osteuropäischen, vor allem aber slawischen Wurzeln erschuf. Die Netflix-Adaption verpasste jedoch einigen Charakteren eine andere Hautfarbe, als sie noch in den Original-Werken hatten, was einigen Zuschauer*innen sauer aufstieß. Showrunnerin Lauren S. Hissrich stellte sich der Kritik und erklärte über Twitter, dass sich die slawische Kultur nicht nur auf die Hautfarbe der dort lebenden Leute reduzieren ließe. Gleichzeitig räumt sie auch ein, dass man natürlich versuche, „The Witcher“ für ein Publikum auf der ganzen Welt attraktiv zu machen – was eben auch über die Darsteller*innen funktioniere. 

Nun bin ich kein Hardcore-Witcher-Fan, sondern habe nur die Serie gesehen. Aus diesem Grund bin ich vielleicht was dieses Beispiel angeht auch nicht der richtige Ansprechpartner. Ich hatte persönlich kein Problem damit und fand den Cast phasenweise sogar richtig gut. 

Fußballfan mit musikalischer Dauerbeschallung, wenn nicht gerade selbst am Klavier oder der Gitarre. Eigentlich ein geselliger Typ, der aktuell aber auch seine Liebe für Bücher und exzessiven Netflix-Konsum entdeckt.