Mein erstes Auto: Mit diesen Unterhaltskosten müssen Sie rechnen

Erstes eigenes Auto

Mit dem ersten Auto verändert sich der Alltag für Sie spürbar: Sie sind mobiler, tragen eine größere Verantwortung und müssen regelmäßig für den Unterhalt Ihres Autos aufkommen. Mit welchen laufenden Kosten Sie zusätzlich zum Kaufpreis Ihres Autos rechnen müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Beim Unterhalt können wir zwischen Fixkosten und variablen Kosten unterscheiden. Doch eines vorweg: Die exakten, monatlichen Kosten zum Unterhalt Ihres Wagens kann Ihnen niemand nennen. Es geht viel mehr um Schätzungen. Diese hängen einerseits von der Art Ihres Autos ab (z.B. Steuern), andererseits aber auch von Ihrem individuellen Fahrverhalten (z.B. Treibstoffkosten). Außerdem sind zwar viele, aber nicht alle Kosten verpflichtend (Clubmitgliedschaften sind z.B. freiwillig). Die Höhe der Kosten können Sie teilweise durch Preisvergleiche verringern (z.B. bei Versicherungen). In vielen Bereichen bietet sich Ihnen ein großes Sparpotential, das Sie nutzen sollten, wenn Sie auf Ihre Ausgaben achten müssen.

 

Fixkosten: Immer wiederkehrend und in gleicher Höhe

 

Versicherungen und Steuern zählen beim Unterhalt zu den vergleichsweise teuren Positionen. Unter den Versicherungen finden Sie die verpflichtende KFZ-Haftpflicht und die freiwillige Teil- oder Vollkaskoversicherung. Als Fahranfänger leisten Sie wegen des erhöhten Unfallrisikos höhere Beiträge bei der Haftpflicht. Daneben haben noch weitere Faktoren Einfluss auf die Beitragshöhe, zum Beispiel der Schadenfreiheitsrabatt oder die Typklasse. Die Beiträge können Sie nach Ihren Wünschen entweder monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich entrichten. Die Steuern sind jährlich fällig und richten sich nach der Art Ihres Autos, wobei es auf Faktoren wie Schadstoffklasse oder Hubraum ankommt. Sie können unter 100 Euro bis hin zu mehreren hundert Euro im Jahr kosten. Zu den Fixkosten zählt auch die Hauptuntersuchung (HU). Sie ist bei Neuwagen erst nach 36 Monaten, sonst nach 24 Monaten fällig. Für die Leistung müssen Sie mit Kosten von bis zu 100 Euro rechnen. Wenn Sie kein Auto mit Ganzjahresreifen fahren, müssen Sie zwei Mal jährlich Sommer-, beziehungsweise Winterreifen aufziehen lassen. Die Preise sind werkstattabhängig und können pro Wechsel inklusive Wuchten und Einlagerung über 100 Euro betragen.

 

Variable Kosten: Die Höhe schwankt von Monat zu Monat

 

Der teuerste Posten der variablen Kosten ist der Treibstoffverbrauch. Die Kosten richten sich hauptsächlich danach, welchen Treibstoff Sie tanken – zum Beispiel Benzin, Diesel, Gas oder sogar Strom. Andererseits spielt die Menge der gefahrenen Kilometer, Ihr Fahrverhalten und sogar die ausgewählte Tankstelle eine Rolle. Denn Markentankstellen verkaufen Kraftstoffe teurer als freie Tankstellen. Ein Vergleich lohnt sich bei jedem Tanken, ist aber mit passenden Vergleichs-Apps kinderleicht. Gelegentlich ist auch ein Nachfüllen des Frostschutzmittels und ein Ölwechsel fällig. Der Zeitpunkt hängt von verschiedenen Faktoren wie Ihrem Fahrverhalten ab. Sie müssen bei einem Ölwechsel neben Öl und Ölfilter auch den Service der Werkstatt mit einkalkulieren. Die Kosten variieren stark, liegen aber meist weit unter 100 Euro. Weitere Posten, mit denen Sie gegebenenfalls rechnen müssen, sind Autowäschen, Buß- und Verwarngelder, Parkgebühren, Reparaturen und der Ersatz von Verschleißteilen wie Bremsbelägen, Batterien oder Scheibenwischern. Bei Letzterem lohnt sich ein Blick ins Internet wo eine Menge Einsparpotenzial vorhanden ist. Übrigens: Mit jedem gefahrenen Kilometer verliert Ihr Auto an Wert. Bei Neuwagen ist der Wertverlust in den ersten Jahren deutlich erhöht.

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