Du bist, was du isst: Das verrät deine Ernährungsweise

Frau Gabel Essen

Ob Erbsenhasser, Müsli-Picker, Gummibärchen-Köpfer oder Fast-Food-Freak: Mit seinem Essverhalten verfolgt jeder von ihnen eine persönliche Philosophie. Braucht man da dem nächsten Date nur auf den Teller zu schauen, um sich persönliche Fragen schenken zu können? Vielleicht nicht ganz, aber ein paar Infos sind laut Psychologen trotzdem am Essverhalten ablesbar.

Ernährung mit Persönlichkeit

An nichts scheiden sich die Geister so sehr wie am Essen: Von der kalten Pizza bis zur Schnitzeltorte ist es so eigenwillig, wie du (willst). Wer gerne zum Döner greift, ist zwar kein Kebab, aber so persönlich wie das Lieblingsgericht ist vielleicht nicht einmal das Sexleben. Moment mal, denkst du jetzt: Kein Schichtauflauf der Welt ist so vielschichtig wie meine Persönlichkeit! Bingo – aber anders als beim Tier ist dein Essverhalten nicht ausschließlich Triebsache. Sozial, lokal, kulturell und individuell geprägt sind deine Lieblingsspeisen. Aha, und das Ganze jetzt nochmal auf Deutsch!

Essensklischees? Von wegen gegessen!

Fischbrötchen in Hamburg, Schweinshaxen in Bayern und Currywurst in Berlin. Obwohl es der Berliner eigentlich lieber indisch mag und der Bayer lieber leicht, unterstellt man ihnen bestimmte Esskulturen. Hamburg verbinden wir mit dem Fischmarkt und Bayern mit der Oktoberfestküche. Na, logo: Der Hamburger kommt eben eher an Frischfisch als der Münchner und im Freistaat findet man leichter zum Oktoberfest. Das ist aber noch nicht alles, meint die Psychologie. Auch bestimmte Persönlichkeiten verbinden wir mit speziellen Speisen. Der Philosoph Feuerbach würde sich jetzt ins Fäustchen lachen. Er wusste nämlich schon immer, dass man ist, was man isst. Stimmt, sagt hierzu die moderne Psychologie und definiert Persönlichkeiten jetzt mithilfe von zehn Ernährungstypen.

Voll dein Typ

Scharf und besonders! Von indisch bis afrikanisch und wenn es ein Krokodil gibt, probiert er es gerne. Das heißt nicht zwangsläufig, dass auch er scharf und besonders ist, aber auf dem Teller sucht er neue Reize und im Alltag einen Kick. „Ungesund“ kennen Sensationsesser dieser Art genauso wenig wie „Kalorien zählen“. Das unterscheidet sie vom Health-Food-Freak, der Nährwerttabellen auswendig lernt und sich dafür so heilig fühlt wie Jesus. Als sei er bei Scientology, leistet er den halben Tag lang ideologische Überzeugungsarbeit. Also Vorsicht, wenn du mal wieder auf überzeugte Peganer triffst: Solche Health-Food-Freaks sind nämlich Besserwisser. Dann schon lieber der Gesundesser, der gerne Obst und Gemüse auf dem Teller hat, aber trotzdem kompromissbereit bleibt. Im Bio-Fanatiker paart er sich mit etwas Elitegefühl. Aus ethischen Gründen kauft der zwar Bio, aber bleibt wegen Knausrigkeit und Egoismus im Ethiktest sitzen. Nicht zu verwechseln ist er mit Gourmets, die sich nur für Sechsgänge-Menüs im Sternerestaurant begeistern. Ihr Weinkorkenschnuppern allein verrät, dass aufmerksamkeitssüchtige Angeber in ihnen stecken. Ihr Gegenteil sind die Zweckesser, die zur Not auch von matschigen Tomaten leben und Essen allein zum Überleben nutzen. Meist sind sie gleichzeitig Schlinger und Fast-Food-Fans. Beide wollen in kürzester Zeit so viel wie möglich erledigen und gönnen sich anders als Genussesser keinerlei Freiraum. Letztere sind immer entspannt und widmen sich der Mahlzeit mit allen Sinnen, aber im Konsumzeitalter sind sie leider vom Aussterben bedroht.

Folge ZEITjUNG auf Facebook, Twitter und Instagram!

Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz