Fernbeziehung: Dieses Paar überwindet die Distanz auf eine besondere Art

Eine Beziehung zu führen, ist eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt. Genug Zeit für seinen Partner aufzubringen, ihn mit unüberlegten Kommentaren nicht zu verletzen und auch im Streit die Fassung zu bewahren, sind Aspekte der Liebe, die nicht immer leicht fallen. Aber nach dem Streit oder der Auseinandersetzung gibt es auch die Momente, in denen man sich in den Armen liegt oder sich voller Überzeugung für den unpassenden Kommentar entschuldigt. Entschädigung für stressige Momente sind gemeinsame Ausflüge oder das unschlagbare Gefühl, nach einer Party völlig besoffen in den Armen des anderen einzuschlafen.

In einer Fernbeziehung fallen diese Momente aus. Streit kann nur über das Telefon oder Skype ausgetragen werden und Momente der Versöhnung enden in einer endlosen Reihe aus liebevollen Emojis auf Whatsapp. Keine Umarmung. Keine zärtliche Berührung. Kein Kuss. Es muss weh tun, dem Freund oder der Freundin in diesen Momenten nicht nah sein zu können. Auch in anderen Situationen fehlt das “Komm her, ich bin für dich da”-Gefühl und hinterlässt ein Loch im Bauch: Nach einer gemeisterten Prüfung, nach einem Streit mit dem Chef oder einfach an Tagen, an denen der Himmel ununterbrochen Regen aus den Wolken schüttelt.

 

How to fight the feeling of loneliness

 

Auch Mikki Miller und Tyson Noël führen eine Fernbeziehung. Fast 3.000 km liegen zwischen den beiden. Mikki lebt Minnesota, USA. Tyson in Britisch-Kolumbien, Kanada. Da ist ein schneller Abstecher nach der Uni oder ein spontanes gemeinsames Abendessen mal so überhaupt nicht drin. Jedes Treffen wird Monate im Voraus geplant und sehnlichst erwartet. Als die junge Grafikdesignerin Mikki ihren Freund über Weihnachten und Neujahr in Kanada besucht, schiebt sie unbemerkt einen kleinen Koffer unter den Tisch. Es ist ihre Art, dem Gefühl der Einsamkeit den Kampf anzusagen: Der Koffer ist gefüllt mit vielen kleinen Briefumschlägen, die Tyson immer dann öffnen soll, wenn er sich nach Mikki’s Anwesenheit sehnt: “When you being a sad-panda”, “When you’re angry at me”, “When you’re in the mood of something kinda dirty”.

Als sie wieder zuhause in den USA angekommen ist, schreibt sie ihrem Freund eine Nachricht: “Weißt du, wie sehr ich mich danach sehne, an Tagen wie diesen bei dir zu sein? Wenn du müde von der Arbeit kommst und ich dich einfach umarmen will? Oder, wenn du dich alleine fühlst und ich einfach nicht bei dir sein kann?…Beweg’ dein Stativ zur Seite und schau unter deinen Tisch.” Das macht Tayson dann auch. Und wir schließen uns an.

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Praktikantin: Wenn ich ein Gegenstand wäre, dann wäre ich ein Puzzle. Abenteuerlust, Lebensfreude und Neugierde wären Einzelteile meines Puzzles, genauso wie meine Familie, meine Girlies und meine Heimatstadt Stuttgart. Ansonsten fehlt eigentlich nur noch Schokolade. Tada, das bin ich: Sissy, 19 Jahre alt und nicht mit „Franz“ liiert.