Jung, wild und frei in Griechenland: Wo die Welt noch in Ordnung ist

griechenland wo die welt in ordnung ist

Sieht man sich diese Bilder an, überkommt einen sofort eine gewisse Art der Sehnsucht. Es könnte die Sehnsucht nach Meer, Urlaub und Strand sein. Es könnte aber genauso gut die Sehnsucht nach Kindheit, Unbeschwertheit und Leichtigkeit darstellen. Ein wohliges Gefühl macht sich beim Betrachten dieser Fotografien breit. Warum und woher das kommt – keine Ahnung. Die Stimmung, die Fotograf Stratos Kalafatis hier eingefangen hat, lässt sich unglaublich schwer in Worte fassen. Dafür aber spüren.

 

Eine Reise in die unbekannte Heimat

 

„Journal“, also Tagebuch – so heißt die Serie, die Stratos Kalafatis auf der wunderschönen Insel Skopelos vor Griechenland geschossen hat. Selbst ein Grieche, geht es Kalafatis aber nicht direkt um die Fotos an sich. Er wollte mit diesen Aufnahmen eine Erinnerung an den Ort, die Menschen dort, Freude, Angst, Neugier, Optimismus und Intimität schaffen, so der Künstler. Und das hat er auch ziemlich gut hinbekommen. Kalafatis ist der Überzeugung, dass die Fotografie selbst das Tempo seines Schaffens vorgibt und neue Blickwinkel auf Dinge eröffnet. Irgendwie fühlen sich seine Bilder nach Heimat an, auch wenn man noch nie an diesem Ort gewesen ist, nicht mal in Gedanken – wie auch immer Kalafatis das gemacht hat: sein „Tagebuch“ ist wirklich wunderbar.

„Die gleiche Welt scheint heute seltsam und die Fragen bleiben unbeantwortet. Trotzdem arbeite ich nicht weiter, um wiederzuerobern, was ich verloren habe, sondern um zu verstehen, was es ist, wenn es scheitert“, so Kalafatis. Scheint so, als wäre er auch noch ein waschechter Philosoph – ganz wie seine Landsmänner.

Und wer sogar von waschechten und eigentlich niemals zimperlichen Kunstkritikern und Galeristen gelobt wird, der kann sich doch auch irgendwie was darauf einbilden.

 

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