#FragenNachZahlen mit Mando Diao: „Do you have a fetish?“

„Wir sind besser, als wir es jemals waren“, diese Worte bleiben nach dem Gespräch mit Bassist Carl-Johan Fogelklou und Drummer Patrik Heikinpieti im Kopf. Die zwei Mitglieder der schwedischen Rock-, Popband Mando Diao sind selbstbewusst, wirken irgendwie siegessicher – sie wissen was sie tun. Und der Erfolg gibt ihnen recht: Ihre Shows sind ausverkauft, ein Interview nach dem anderen ploppt online auf und die Streamingzahlen werden nicht weniger.

Ihr neues Album „Bang“ erschien Mitte Oktober und sagen wir mal so: Der Name ist Programm.

ZEITjUNG: Ihr seid gerade auf Tour und führt unzählige Interviews, welche Frage würdet ihr zum Einstieg von mir erwarten?

Beide (synchron): Ob wir lieber in großen Konzerthallen oder vor kleinem Publikum spielen.

Nervt euch diese Frage? 

Patrik: Es kommt darauf an, wie sie uns gestellt wird. Es kommt generell immer darauf an, wie uns Fragen gestellt werden. Wenn man ehrliches Interesse spürt, dann beantwortet man sie auch lieber. 

Euer neues Album handelt viel von Freiheit, wenn ihr es euch frei aussuchen könntet, was soll ich euch fragen? 

Patrik: Wie geht’s euch? 

Und wie geht’s euch?

Carl-Johan: Sehr gut. Die Tour läuft super und wir machen das, was wir lieben.

Irgendwie habt ihr diese Frage jetzt ja kontrolliert und das ist mein Stichwort für die nächste Frage. Ihr habt einen Song, der „He can’t control you“ heißt. Björn hat diesen zusammen mit seiner Schwester geschrieben, er handelt von toxischen Beziehungen. Habt ihr denn Erfahrung damit gemacht? 

Patrik: Ich denke, dass wir alle schon mal Erfahrung gemacht haben mit toxischen Beziehungen. Das gehört zum Leben. Verbindungen zu Menschen kommen und gehen und bei manchen davon ist es gut, dass sie wieder gehen. 

Hast du denn ein konkretes Beispiel?

Patrik: Das hätte ich, ist mir aber zu privat. 

In dem selben Lied gibt es auch folgende Textstellen: „people try to tell you stories“ und „pressure is on your back“ – würdet ihr sagen, dass diese Zeilen auch das Musikbusiness beschreiben? 

Patrik: Ja klar. Vermutlich gibt es in jedem Business Druck, aber in der Musikindustrie ist das ganz besonders zu spüren, man muss ja auch von seiner Musik leben können. Allerdings machen wir alles selber: schreiben, aufnehmen, mischen, produzieren. Wenn, dann machen wir uns den Druck also selbst und das versuchen wir zu vermeiden. 

Carl-Johan: Und ja, wir sind alle Geschichten-Erzähler, allein beim Schreiben unserer Song-Texte.

Erzählt ihr auch auf Social-Media Geschichten?

Carl-Johan (mit Blick zur Social-Media Managerin): Ja, machen wir.

Und sind diese real? 

Carl-Johan (lacht ironisch): Ja, ausnahmslos alle.

Apropos Geschichten: In dem neuen Song „Long, long way“ verfolgt man die Geschichte und Reise eines Wolfes. Wieso ist das ein Wolf?

Patrick: Der Wolf steht sinnbildlich für den Menschen, der irgendwie einsam ist und gegen alles Mögliche rebelliert. Er macht viele Probleme und boxt sich durch. 

Warum gerade ein Wolf? 

Patrik: Ich glaube, es geht gar nicht so sehr um den Wolf, als um die Tatsache, dass das ganze Leben eine Reise ist. Ein „long, long way“ eben. 

Der Wolf hat wie schon gesagt eine harte Zeit, aber dennoch wirkt er irgendwie immer zuversichtlich, was würdet ihr sagen ist das Lebensmotto des Tieres?

Carl-Johan (lacht ironisch): „Sei so brutal, wie es nur geht.“

Patrik: Du kannst ihn selber fragen, er kommt heute noch auf die Bühne und ist gerade hinten in seinem Käfig. 

Was sagt PETA dazu? 

Beide (lachen): Die wissen noch nichts davon. 

Nochmal zum Lebensmotto – habt ihr denn eines? 

Carl-Johan: Sei so brutal, wie es nur geht. Nein Scherz: Führe dein Leben so gut es geht und behandle alle Menschen gut.

Patrik: Ja, genau, behandle alle Menschen so, wie du auch selbst behandelt werden möchtest.

Das klingt nach der Goldenen Regel, ein schönes Ziel – schafft ihr es denn, das Motto auch so umzusetzen? Vor allem auf Tour? 

Beide: Wir geben unser Bestes. 

Obwohl ihr so viel unterwegs seid, streitet ihr also nicht und seid nie unfair zueinander?

Patrik: Nein, seitdem ein gewisses Bandmitglied die Band verlassen hat, wird nicht mehr gestritten – ich denke, es ist nicht nötig den Namen hier zu nennen…

Apropos Tour: Macht ihr während eurer Tour irgendetwas, das ihr zuhause nie tun würdet? 

Patrik: Ja, wir zocken unglaublich viel. Wir haben eine Konsole im Bus, wir haben eine Konsole Backstage. Wir zocken die ganze Zeit. 

Abgesehen davon – gibt es irgendetwas, das auf dieser Tour komplett anders ist, als auf allen bisherigen Tourneen? 

Patrik: Ja, wir sind besser als wir es jemals waren. 

Bevor wir #FragenNachZahlen spielen, noch eine abschließende Frage – ihr führt viele Interviews während eurer Tour. Gibt es eine Frage, bei der ihr euch wünschen würdet, dass sie nie wieder ein Journalist stellen würde?

Carl-Johan: Ob wir lieber in großen Konzerthallen oder vor kleinem Publikum spielen.

 

#FragenNachZahlen

 

 

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Bildquelle: Viktor Flumé

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