Neuanfang: Der innere Frühjahrsputz

Innerer Frühjahrsputz Neuanfang

Der Winter hat uns kurz vor Ostern noch ein paar letzte weiße Grüße geschickt, jetzt kann es endlich losgehen mit dem Frühling. Die Natur startet in einen neuen Lebensabschnitt, sie beginnt sich zu erneuern. Der letzte Schnee-Matsch wird schmelzen und trocknen und wenn die Bäume und Blumen blühen, fühlen auch wir uns wieder frischer und wacher als in der dunklen Jahreszeit. Und bevor die Sonne wieder so regelmäßig und warm scheint, dass wir jeden Moment draußen verbringen wollen, ist noch genug Zeit, sich auch selbst mal zu erneuern. Es ist Zeit für Frühjahrsputz, und zwar den inneren.

Von Oma kennt man es vielleicht noch, das geschäftige Treiben im Frühling, wenn alles wieder in neuem Glanz erstrahlen soll. Es wurde ausgemistet, aufgeräumt, Fenster wurden geputzt und Teppiche ausgeklopft. Mit Lappen, Lumpen, Leichtigkeit ging es ans Großreinemachen. Aber haben unsere Omas diese Zeit der Erneuerung auch genutzt, um mit sich selbst ins Reine zu kommen?

Mit sich selbst ins Reine kommen

Wir haben heute oft das Gefühl, keine Zeit für gar nichts zu haben. Umso wichtiger ist es, sich die Zeit für sich selbst einfach zu nehmen. Man kann sich jetzt selbst erneuern. Aber was bedeutet das genau? Ohne sich, wie an Silvester, zu einem bestimmten Stichtag Vorsätze machen zu müssen, bietet der Frühling Gelegenheit sich selbst zu fragen, wo man gerade steht und ob man mit sich zufrieden ist. Macht man die richtige Ausbildung? Studiert man nicht doch das falsche Fach? Was gefällt einem am Job und was nicht? Sind die negativen Aspekte so gravierend, dass man sich nach einer Alternative umschauen sollte? Gilt das auch für die Beziehung? Wollte man nicht schon immer mal zum Klettern gehen?

Eine Gelegenheit zum Neuanfang

Als Antwort könnten am Ende neue Ziele stehen, die man erreichen will. Ganz egal, ob heuer oder irgendwann einmal im Leben. Dazu müssen wir uns aber auch hin und wieder unsere Fehler eingestehen oder merken, dass der Weg, den wir gerade gehen, doch noch nicht der richtige ist. Dann kann es heißen: Man schmiedet Pläne, man lebt.

„Sich zu hinterfragen hat nichts mit Zweifeln an sich selbst oder der Angst vor einer eigenen Meinung zu tun. Im Gegenteil: Es zeugt von persönlichem Mut“, sagt der Philosophieprofessor Ferdinand Rohrhirsch im Interview mit der Stuttgarter Zeitung. „Es handelt sich dabei um die Stärke, sich auf sich selbst zurück zu wenden, sich sozusagen von außen anzuschauen und sich zu fragen: Warum denke, mache, verhalte ich mich eigentlich so, wie ich mich verhalte? Stiftet das Nutzen? Tut das mir und anderen gut? Ist das zielführend, bringt mich das dahin, wohin ich gerne möchte – und sollte?“

Die persönliche Weiterentwicklung

Indem wir uns selbst hinterfragen, entwickeln wir uns also menschlich und persönlich weiter. Viele verstehen unter der persönlichen Weiterentwicklung „die Möglichkeit, sich kommunikative und soziale Kompetenzen sowie Fachwissen für den beruflichen Erfolg anzueignen“, schreibt das Flowlife Magazin. Doch wer seine Persönlichkeit weiterentwickele, erreiche viel mehr als das: Man lernt Bedürfnisse, Ziele, Stärken und Schwächen kennen.

Wir werden uns unserer Selbst immer mehr bewusst. Dadurch wissen wir im Laufe unseres Lebens immer besser, wer wir sind und was wir warum wollen. Wir können besser für uns einstehen und treffsicherer entscheiden, was mal aus uns werden soll. Wenn das mal keine Motivation für einen Frühjahrsputz ist.

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Bildnachweis: Joe St. PierreInstagramFacebookFlickr.

Autor: Da die Persönlichkeit ja ohnehin ihren Weg in jede Handlung, die man tätigt, wie etwa das Schreiben eines noch so kurzen Textes, findet, von ganz alleine also erklärt, wer man ist, beschränke ich mich an dieser Stelle darauf, in einem Satz darzulegen, wie schön ich Sprache finde, dass ich Europa liebe, noch mehr aber meine Plattensammlung von formidabler Qualität sowie die Musik im Besonderen und füge noch hinzu, dass ich als Münchner Kindl auch ein echter Grantler bin, der sich vor allem über jegliche Ungerechtigkeiten echauffiert, hoffend, sie durch Journalismus wenn schon nicht zu beseitigen, so doch sie wenigstens verbessern zu können.