Gay Conversion Therapy: Homosexualität als Krankheit

Grippe, Lungenentzündung, Homosexualität. Hoffentlich haben einige von euch bemerkt, dass in dieser Reihung einiges schief gelaufen ist. Wieso stellt man die sexuelle Orientierung in dieselbe Reihe wie schwere Krankheiten? Die Erklärung findet man wie immer in Amerika, wo auch sonst. Dort sind Therapeuten fest davon überzeugt, dass jeder Mensch heterosexuell geboren wurde und niemand gleichgeschlechtlich lieben kann. Heilbar sei diese Krankheit mithilfe der sogenannten Gay Conversion Therapy, die sich inzwischen überall in den Vereinigten Staaten ausgebreitet hat.

 

Therapeutische Folter als Medikament gegen Homosexualität

 

Die Gay Conversion Therapy ist ein mehrtägiges Boot Camp, welches Homosexuellen, mithilfe von mentaler und körperlicher Folter, den Weg zurück zur Männlichkeit zeigen soll. Den Männern wird in diesen Tagen eingebläut, dass ihre sexuelle Orientierung auf eine Krankheit zurückzuführen ist. Das Schlimme daran: Die Teilnehmerkette reißt trotz derartiger Therapiemethoden nicht ab. Die besondere Zielgruppe: Junge Männer, die selbst noch sehr unsicher gegenüber ihrer eigenen Sexualität sind und sich nicht outen wollen. Genau das kann allerdings besonders gefährlich werden und Selbstmordgedanken sind nur ein kleiner Teil der großen Gefahren, welche auf die Therapie folgen.

 

#BornPerfect

Es wird Zeit, dass sich die Amerikaner ausnahmsweise etwas von uns abschauen: Homosexualität ist weder ein Gendefekt, noch eine Krankheit! Es ist eine Form der Liebe. #bornperfect

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Bilquelle: Benjamin Faust unter CC0 Lizenz

Redakteurin vom Dienst: Gleichermaßen getrieben von Großstadtherz und Heimatliebe sucht sich das wandelnde Chaos namens "Juli" aktuell ihren kleinen Platz in der Welt. Auf dieser Suche wird sie sowohl von ihrer großen Schreiblust als auch von ihrer Begeisterung für Hundebabys, Elvis Presley und Kinderschokolade begleitet.