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Studie: Geschwister erhöhen euer Beziehungspotential

Du hast ein großes, andersgeschlechtliches Geschwisterchen? Glück gehabt! Die Wissenschaft hat bestätigt, dass du in der Liebe immer erfolgreich sein wirst.

Vergesst mal all die endlosen Stunden, die ihr mit unnötigen Streitereien um das letzte Eis im Kühlschrank oder euren Teil des Zimmers verbracht habt – und seid eurem großen oder kleinen Geschwisterchen einen kleinen Moment dankbar für seine Existenz. Vor allem diejenigen mit einem andersgeschlechtlichen Geschwisterteil dürfen sich freuen: Denn der Geschlechtermix soll sich auf spätere Liebesbeziehungen besonders positiv auswirken – vor allem dann, wenn man sich mit seinem Bruder oder seiner Schwester gut versteht.

 

Geschwister wirken sich auf unser Liebesleben aus

 

Dass geschwisterliche Beziehungen in direktem Zusammenhang mit späteren Liebesbeziehungen stehen, fand bereits das Forscherteam um die Wissenschaftlerin Susan E. Doughty  heraus. In ihrer Studie ließen die Forscher Heranwachsende ihr Verhältnis zu ihren Geschwistern einschätzen und befragten sie zu etwaigen Konflikten. Zwei Jahre später wurden die Versuchspersonen erneut befragt und gaben mehrheitlich an, dass sich gute vs. schlechte und gleichgeschlechtliche vs. andersgeschlechtliche Beziehungen maßgeblich auf ihr Liebesleben ausgewirkt hatten.

Besonders interessant ist jedoch, dass man in Liebesdingen bessere Chancen haben soll, wenn das andersgeschlechtliche Geschwister älter ist als man selbst –  das bestätigte eine Studie, die im „Journal of Personality and Social Psychology“ veröffentlicht wurde. In der Studie trafen 40 andersgeschlechtliche Paare zum ersten Mal aufeinander. Per Videoaufnahme wurde festgehalten, wie die beiden interagierten. All die studentischen Versuchspersonen hatten einen Geschwisterteil – waren also entweder Erst- oder Letztgeborene.

 

#nesthäkchengoals

 

Die Ergebnisse zeigten, dass letztgeborene Männer durchschnittlich fast zweimal so viel redeten wie Erstgeborene und ihrem Gegenüber darüber hinaus mehr Fragen stellten. Auch letztgeborene Frauen zeigten sich aktiver und unterhaltsamer, sie brachten ihre männlichen Gesprächspartner zum Beispiel deutlich häufiger zum Lachen als erstgeborene Frauen.

Es kann also durchaus seine Vorteile mit sich zu bringen, das Nesthäkchen zu sein – denn zumindest was effektives Flirtverhalten angeht, haben die Jüngeren den Älteren offensichtlich einiges voraus.

 

Quantität über Qualität

 

Ob jüngstes Familienmitglied oder nicht – andere Forscher vertreten die Meinung, dass ein gutes Verhältnis zwischen den Geschwistern gar nicht unbedingt nötig ist. Eine möglichst große Brüder-Schwestern-Schar kann völlig ausreichend sein – zumindest wenn man den Ergebnissen einer amerikanischen Studie Glauben schenkt.  Für ihre Untersuchung bedienten sich die Forscher von 1972 bis 2012 an dem umfangreichen Datensatz der “General Social Survey”. Der Datensatz enthält Interviews von 57.000 Amerikanern aus dem ganzen Land – eine beträchtliche Zahl.

Wenn ihr also gerade glücklich liiert seid, solltet ihr euch also tatsächlich mal bei euren Geschwistern bedanken, anstatt euch selbst auf die Schulter zu klopfen.

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Bildquelle: Annie Spratt unter CC 0 Lizenz

 

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