10 Fragen, 10 Antworten: Ich finde meinen Partner nicht (mehr) attraktiv – was nun?

Liebe Sex Paartherapie Attraktivität Beziehung
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    Woran liegt das?

    Dr. med. Heike Melzer: Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, sich alternativ zu vergnügen. Mit Internet, Pornografie und Sextoys. Hinzu kommen zahlreiche unverbindliche und käufliche sexuelle Kontakte, die sich aus der heimischen Komfort-Zone anbahnen lassen. Das Alternativprogramm ist sehr vielfältig geworden, wenn man sich die Lustlosigkeit mal näher anschaut, dann ist das oftmals keine generelle, sondern eine partnerbezogene Lustlosigkeit. Bei der jüngeren Generation ist es auch so, dass sie es gewohnt sind, sich durch die Betten zu tindern, viele Pornos zu konsumieren oder Vibratoren zu benutzen. Das ist wie bei IKEA. Da muss man nicht den langen Weg gehen um Servierten zu kaufen, sondern nimmt gleich die kürzere und bequemere Abkürzung. Viele Menschen scheuen auch den Werbeaufwand um einen Partner, der einem im Zweifelsfall abserviert. Partner sind ja keine eineiigen Zwillinge und haben oftmals recht unterschiedliche Wünsche. Auf die Einzugehen kann mühsam sein und da ist der Weg einfacher es sich selbst zu machen, da die Reize auch immer intensiver werden. Aber wer will schon seinen Partner vor den Kopf schlagen? Unangenehme Themen werden gerne ausgespart und in Eigenregie gelöst. Es gibt diesen Spruch „Overworked and underfucked“, der beschreibt, dass junge Leute ihren Alltag immer so stressig finden mit ihrem Studium und den Examenszeiten. Aber manche sind eher „Oversexed and underworked“ und kriegen die Examen nicht mehr fertig, weil sie vor Pornos oder vor Causal-Dating-Portalen und Apps kleben.

    Bildquelle: Pexels unter CC0 Lizenz

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