Die sinnlosesten Gesetze der Welt

Von Rebecca Naunheimer

In Süd-Korea sind Selfies nicht nur unfassbar beliebt, sondern mittlerweile auch Gegenstand des Gesetzeskatalogs, wie TheDailyDot  berichtete. Denn in der mitunter größten Brutstätte des einarmigen Selbstporträteurs ist der Vertrieb von hilfreichen Selfie-Sticks nun staatlich geregelt. So dürfen nur noch mehrfach geprüfte Modelle auf den Markt und in die Hände der süd-koreanischen Touristen gespült werden. Grund dafür ist die Strahlenbelastung, die für die Bluetooth-Funktion der Gadgets angenommen wird. Ein Verstoß gegen diese Auflagen zieht eine saftige Strafe nach sich: bis zu 27.000 US-Dollar und drei Jahre Haft!

Während Selfie-Sticks nun (endlich!) einen Platz in der Welt der Gesetze gefunden haben, gibt es an anderen Stellen erhebliche Lücken. Auch Deutschland ist da keine Ausnahme: Eine Vergewaltigung beispielsweise wird nur dann bestraft, wenn sie mit Gewalt veranlasst wurde, heißt es beim WDR. Ein gewaltsamer Akt ist alleine nicht strafbar. Ebenso wenig wie der Vertrieb von Kinder-Nacktfotos, wenn – so hat es uns Edathy gelehrt – die Geschlechtsteile der Kleinen nicht hervorgehoben sind.

 

Überproduktion von sinnlosem Paragraphen-Dünnschiss

 

Um schwierige Gesetzeslücken wie diese aufzuwiegen, scheint eine Überproduktion von sinnlosem Paragraphen-Dünnschiss die weltweit gängige Methode zu sein. Pro Jahr werden in Deutschland rund 150 neue Gesetze verabschiedet, heißt es auf Spiegel Online. In Italien sind es rund 500 und in der Schweiz sogar 5500. Unangefochtener Spitzenreiter in Quantität und Sinnlosigkeit sind jedoch – Überraschung! – die USA. Interessant ist dabei, dass derartig bizarre Regelungen meist eine tiefe Verwurzelung in der Geschichte eines Landes haben, wie Spiegel Online weiter schreibt. Welche historischen Ereignisse der Auslöser der nachfolgend zusammengestellten Gesetze waren, wollen wir aber eigentlich gar nicht wissen. Hier kommen zehn der unglaublichsten, detailliertesten und absolut sinnlosesten Gesetze dieser Welt.

Redakteurin vom Dienst: Ich bin ein klassisches Opfer der Orientierungslosigkeit nach dem Studium. Noch bezeichnender: Bachelorette der Medienwissenschaften. Erfülle auch sonst - mit ungewolltem Schneid - viele nervige Klischees meiner Generation. Habe eigentlich immer Angst, möchte mich gerne selbstverwirklichen, am liebsten kreativ sein, mich mit Lifestyle, Subkulturen und Musik auskennen. Bin jedoch zuversichtlich, diese Klischees nach meinem Praktikum bei ZEITjUNG.de zu überwinden, wirklich Bescheid zu wissen und einen lässigeren Beschreibungstext verfassen zu können.