10 Gesundheitsmythen im Faktencheck

Eine Frau mit Sonnenbrille macht eine Kaugummiblase

Milch ist gut für die Knochen und Karotten verbessern die Sehkraft – derartigen „medizinischen“ Behauptungen begegnet man immer wieder. Ist an den Aussagen tatsächlich etwas Wahres dran oder versteckt sich dahinter womöglich eine Lüge? Wir nehmen zehn bekannte Gesundheitsmythen unter die Lupe.

Mythos Nr. 1: Blaues Licht hindert uns am Einschlafen

Die meisten digitalen Geräte haben mittlerweile eine Option, mit der man den Blaulichtgehalt des Displays reduzieren und so angeblich besser zur Ruhe kommen kann. Wissenschaftliche Studien konnten bisher jedoch keinen signifikanten Zusammenhang zwischen blauem Licht und Schlaflosigkeit feststellen. Vielmehr kann die Ursache für unruhigen oder späten Schlaf auch darin liegen, dass wir Licht im Allgemeinen ausgesetzt sind oder unser Gehirn durch die interessanten Inhalte auf dem Bildschirm noch lange beschäftigt bleibt. Handy und Tablet sollten direkt vor dem Schlafengehen also trotzdem nicht in die Hand genommen werden.

Mythos Nr. 2: Nach dem Essen sollte man nicht schwimmen gehen

Schon im Seepferchen-Kurs lernen wir: Mit vollem Magen geht es nicht ins Wasser. Auch dieser Mythos lässt sich entkräften. Zwar verlangsamt die Nahrungsaufnahme den Kreislauf, für gesunde Menschen stellt eine leichte Mahlzeit vor dem Baden aber kein Risiko dar. Seine eigene Leistungsfähigkeit sollte man unabhängig davon trotzdem nicht überschätzen – das gilt vor allem beim Baden im Meer oder in großen Seen, bei denen sich das Ufer nicht innerhalb weniger Sekunden erreichen lässt. Besondere Vorsicht ist zudem bei Patient*innen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen geboten: Sie sollten nach dem Essen eine Pause von 45 Minuten einlegen.

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.