Gut in Mathe – aber lohnt sich ein Mathe-Studium?

Gut in Mathe?

Dieser Text ist eine Zusammenarbeit mit gut-erklaert.de

Deine Aussichten als Berufsmathematiker sind vielfältig: Egal, was eine Firma macht, Zahlen spielen immer eine Rolle. Das bedeutet, dass du zum Beispiel als Consultant arbeiten kannst. Aber auch als Aktuar bei Versicherungen oder als Finanzexperte einer Bank. Es geht nicht darum, mit dem Taschenrechner da zu sitzen und einfach nur etwas auszurechnen. Wichtig in solchen Jobs, ist vielmehr deine logische, analytische Denkweise. Du hast nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit Menschen zu tun – ob als Berater oder als Schnittstelle zu anderen Abteilungen.

Ein weiterer möglicher Weg ist es, als Wissenschaftler an der Universität zu bleiben oder Lehrer zu werden. In diesem Fall lehrst du Mathe und brauchst neben deinen fachlichen Kompetenzen die Fähigkeit, anderen Menschen komplexe Sachverhalte zu vermitteln. Welche Voraussetzungen brauchst du? Um ein Mathematik-Studium zu beginnen gibt es an den meisten Hochschulen keine besonderen Voraussetzungen. Möchtest du jedoch an einer Universität Mathe studieren, benötigst du das Abitur oder Fachabitur. An einer Fachhochschule dagegen ist lediglich die Fachhochschulreife notwendig.

Gut in Mathe?

Bildquelle: Pixabay unter CCO-Lizenz.

Achtzig Prozent aller Mathe-Studienanfänger brechen das Studium wieder ab. Um zu vermeiden, dass du dazu gehörst, solltest du dir gründlich überlegen, ob du die Voraussetzungen für ein Mathe-Studium wirklich mitbringst. Für das Studium geeignet bist du vermutlich dann, wenn Mathe schon in der Schulzeit zu deinen liebsten Fächern gehörte. Außerdem sollte dir natürlich das Lösen von mathematischen Aufgaben keine große Mühe bereiten und vor allem auch Spaß machen. Dass du den Mathe-LK belegt hast, ist zwar keine Bedingung, erleichtert den Einstieg ins Studium aber beträchtlich. Darüber hinaus solltest du eine hohe Frustrationsschwelle haben, denn gerade zu Anfang ist das Mathe-Studium ziemlich arbeitsintensiv. Was macht man später als Mathematiker?Je nachdem, als was du arbeitest, können sich deine Aufgaben im Job natürlich stark unterscheiden. Schau doch einmal in Stellenanzeigen rein. Dort finden sich beispielsweise folgende Tätigkeiten:

•Analysen

•Entwicklung von Prozessen

•Begleitung der digitalen Transformation

•Cyber-Security•Datenmanagement

•Programmieren

•Unternehmensbewertungen

•Bilanzierungen

•Schnittstellenpflege

•Risikomanagement

•Erstellung von Berechnungslogik

 

Die Job-Aussichten für Mathematiker sind gut. Viele Unternehmen suchen händeringend nach passenden Mitarbeitern. Und der Trend wird in den nächsten Jahren voraussichtlich sogar noch weiter steigen. Wenn du dein Studium erfolgreich abgeschlossen hast, kannst du also schnell Aufgaben im Management übernehmen und nach kurzer Zeit beispielsweise auch zum Abteilungsleiter aufsteigen. Übrigens: auch wenn der Mathe-Bachelor dich bereits für den Arbeitsmarkt qualifiziert, empfiehlt sich für Mathematiker anschließend ein Master-Studium. Viele Firmen bevorzugen nämlich gerade bei Mathe-Absolventen diejenigen mit Master-Abschluss. Wenn dein Ziel ist, eine Führungsposition einzunehmen, dann ist das Master-Studium in den meisten Fällen Pflicht. Eine Promotion zum Doktor der Mathematik ist allerdings keine Voraussetzung (kann deine Gehaltsaussichten jedoch verbessern).

 

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