Zum Heiland mit LCAW: „Zwei Wochen Berlin reichen mir dann auch“

Leon Weber Interview

Legst du lieber in Clubs oder auf Festivals auf?

Auf Festivals ist meistens die Situation so, dass total viele Künstler auftreten und die Menschen nicht unbedingt wegen deiner Musik da sind. Man muss es irgendwie schaffen, aus dieser Masse herauszustechen. In Clubs herrscht einfach eine intimere Atmosphäre. Die Leute kommen wegen dir und wegen deiner Musik, weil sie dich hören wollen.

Wenn man das jetzt alles so verfolgt, was du in der letzten Zeit erreicht hast, ist schon alles sehr schnell gegangen. Bis vor kurzen warst du noch der klassische Student, hast nebenbei deine Musik gemacht und jetzt ist es dein Beruf. Hat dieser Fame etwas in deinem Umfeld verändert?

An sich nicht. Ich habe immer noch die gleichen Freunde wie früher und werde von denen immer noch auf die Schippe genommen. Es ist ein sehr angenehmes Gefühl, nach Hause zu kommen und wirklich sagen zu können: Okay, jetzt geht es um mich als Person und nicht um mich als LCAW. Man lernt schon sehr viele Leute kennen und ich verpasse zu Hause sehr viel, versuche aber den Kontakt zu meinen „wahren“ Freunden durchgehend aufrecht zu erhalten. Würde ich jetzt nur noch Freunde suchen, die ich über die Musik kennen lerne, wäre ich glaub ich ziemlich schnell nur noch von so einer Gruppe von „Ja-Sagern“ umgeben, die das alles geil finden und naja…

Ist hier in München jetzt erstmal ein bisschen Ruhe angesagt oder stehen direkt die nächsten Reisen an?

Im Oktober lege ich noch auf dem Münchner Festival „Manic Street Parade“ auf. Ansonsten ist jetzt erstmal Produktionszeit angesagt. Ich pendele diesen Monat noch ein paar Mal nach Berlin, für diverse Studio-Sessions mit Sängern. Südafrika steht auch noch auf dem Programm – ist ja direkt um die Ecke (lacht). Das meiste ergibt sich aber auch einfach spontan.

Ja gut, dann warst das jetzt auch schon von uns. Wenn du willst, kannst du gerne noch etwas trinken.

Ich glaube ich würde noch ein Schlückchen Heiland nehmen, also der ist echt gut. Wenn ihr eine Flasche übrig hättet, nehme ich den gerne an.

 

Gelassen packt der 21-Jährige DJ seine Flasche Heiland ein und macht sich auf den Weg in sein Münchner Studio, wo noch ein paar „lästige Telefonkonferenzen“ auf ihn warten. Nebenbei erklärt er uns noch, dass er ein Alpenblick-Studio an der Isar für schlappe 100 Euro Miete im Monat ergattern konnte – so lassen sich die Business-Gespräche doch durchaus aushalten.

 

 

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Bildquelle: ZEITjUNG