„Ja, ich will“ – Hochzeiten während der Corona-Pandemie

Paar am Traualtar mit Mund-Nase-Schutz

Auch die Hochzeitsbranche musste – wie viele andere Branchen auch – einige Rückschläge in der Corona-Pandemie erleiden. Dennoch gaben sich auch im Jahr 2021 einige verliebte Paare das Ja-Wort. Um herauszufinden, wie Deutschland während der Pandemie geheiratet hat, veröffentlichte die Marketing Agentur Peak Ice AG in Zusammenarbeit mit der kartenmacherei bereits zum fünften Mal in Folge die größte Hochzeitsstudie Deutschlands. Wir verraten euch heute mehr über die wichtigsten Ergebnisse der Studie.

Über die Studie

Die Studie wurde das erste Mal im Jahr 2017 durchgeführt und wird seitdem jährlich wiederholt. Das Spannende dieses Jahr: Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die Feierlichkeiten? Was hat sich aufgrund der Pandemie verändert, was ist gleichgeblieben? Befragt wurden insgesamt mehr als 1.600 Studienteilnehmer*innen aus Deutschland bezüglich ihrer Hochzeit und ihrer Stimmungslage in den Corona-Zeiten.

Schwindende Freude, steigende Unsicherheit

Das Virus sorgt weiterhin für viel Verunsicherung in der Gesellschaft – auch bei den Hochzeitspaaren. Die Ungewissheit, ob und in welchem Rahmen die Hochzeit stattfinden kann, vermiest vielen Paaren die Vorfreude auf das große Fest. Knapp jedes zweite Paar musste aufgrund der unsicheren Lage ihre Gästeliste anpassen. Auch terminlich musste oft viel verschoben und neu geplant werden. Insgesamt 72 Prozent mussten ihre Hochzeit einmal verschieben, mehr als ein Viertel sogar zweimal! Und woran liegt das? 72 Prozent der Paare haben ihre Hochzeit aufgrund von Unsicherheit, ob die Hochzeit überhaupt am geplanten Datum stattfinden kann, verschoben. 66 Prozent aufgrund der Einhaltung von Hygienekonzept und Abstandsregelung. Auch die Planungsunsicherheit bezüglich Dienstleistern wie Fotograf*in oder Catering machten knapp einem Viertel der Paare zu schaffen. Warum also überhaupt während der Pandemie heiraten? Der Grund, warum sich einige Paare trotz der Umstände nicht von ihrer Hochzeit abschrecken ließen: Liebe kennt kein Datum (53 Prozent). Weitere 42 Prozent ließen sich von einer Pandemie nicht abhalten und feierten trotzdem ihre Liebe.

Gefühlschaos

Nicht nur die Planung und die Terminfindung wurden durch die Corona-Pandemie deutlich erschwert. Auch die Emotionen und Gefühlslage der Paare litten unter dem Virus. Knapp zwei Drittel der Heiratswilligen sind verunsichert oder ängstlich bezüglich der eigenen Hochzeit. 35 Prozent der Befragten haben ihre Freude auf den eigentlich größten aller Tage gänzlich verloren. Und ganze zwei Prozent stellen nicht nur die Hochzeit an sich, sondern auch ihre Partnerwahl in Frage! Es gibt aber auch Lichtblicke: Die schwierige Corona-Zeit hat einige Paare gestärkt und noch näher zusammengeschweißt. Ganze 8 Prozent sind sich jetzt noch sicherer, dass sie heiraten wollen. Und knapp ein Drittel der Befragten freuen sich nach wie vor sehr auf ihre Hochzeit. Puh, das ist mal erleichternd zu hören!

Leidenschaftliche FC-Köln-Anhängerin. Geht gerne ins Stadion und feuert die Mannschaft an. Schreibt, kocht und backt gerne. Immer für ein kühles Bier in der Sonne zu haben. Studiert irgendwas mit Medien und taucht irgendwo zwischen Feminismus, Politik, Party und Uni auf.