10 Dinge, die man erst lernt, wenn man von zu Hause ausgezogen ist

Hotel Mama - erste eigenen Wohnung - Studentenleben

Die erste eigene Wohnung – früher gab es nichts geileres, als sich das Leben ohne Eltern und Geschwister auszumalen: endlich tun und lassen, was man will und sich für nichts mehr rechtfertigen. Jetzt steht man in seiner Ein-Zimmer-Bude und bemerkt, dass das eigenständige Leben halt doch einige Tücken bereit hält.

1. Der Kühlschrank füllt sich nicht von alleine

Tür auf, Essen raus. So einfach war das. Die Tage, an denen sich der Kühlschrank wie ganz von selbst füllte, sind nun gezählt und du wirst mit der harten Realität konfrontiert: Einkaufen ist scheiße. Tüten voll mit Lebensmitteln in den vierten Stock schleppen ist anstrengend, und der Geldbeutel wird nach dem wöchentlichen Gang zum Discounter spürbar leichter. Und bloß niemals hungrig einkaufen gehen!

2. Wäsche muss regelmäßig gewaschen werden

Spätestens, wenn keine frischen Socken mehr im Schrank liegen, sollte man die Waschmaschine anwerfen. Wenn man denn eine hat. Nicht selten muss man aber auf den Waschsalon ausweichen. Erst dann wird sichtbar, wie viele Klamotten man tatsächlich besitzt. Denn die müssen alle zum Waschsalon hin – und dann wieder zurück in die Wohnung geschleppt werden.

3. Fertiggerichte sind leider nicht immer geil

Nach der hundertsten Fünf-Minuten-Terrine vermisst man Mamas Brokkoliauflauf doch ein bisschen. Und sieben Mal die Woche Nudeln ist eben auch nicht das Wahre. Dann vielleicht doch mal daheim anrufen und nachfragen, wie denn das Rezept für Bratkartoffeln nochmal war.

4. Ständig muss man Kleinkram nachkaufen

Manche Dinge waren zu Hause einfach immer da. Zum Beispiel Batterien. Oder Glühbirnen. Oder Backpapier. Oder Zahnpasta. Oder Klopapier.

5. Der Briefkasten ist dein Feind

Früher kam alle paar Monate eine Weihnachts- oder Geburtstagskarte von den Großeltern für dich ins Haus geflattert. Jetzt liegen vor allem Rechnungen in deinem Briefkasten. Die GEZ will ihre Gebühren von dir, die Stadtwerke fordern eine Nachzahlung und dein Vermieter nervt mit einer Mieterhöhung. Trotzdem: Briefkasten nicht mehr aufmachen ist keine besonders gute Idee.

6. Es ist nie genügend Platz

Zu Hause war die Sache noch einfach. Im eigenen Zimmer hatte man genau die paar Sachen, die man regelmäßig benutzte, alles andere wurde woanders verstaut. So funktioniert das in der neuen Wohnung nicht mehr. Sämtliche Möbel, Bücher, Schuhe, Jacken und jeglicher Kleinkram müssen einen Platz bekommen. Bei einer Ein-Zimmer-Wohnung von durchschnittlich 20 Quadratmetern gar nicht so einfach. Selbst der schickste Shabby-Look ist immer dem Mangel an Platz untergeordnet. Ab jetzt ist Tetris angesagt!

7. Putzen nervt

Für Personen ohne ausgeprägten Hygienefimmel wird Putzen ganz schnell zur lästigsten aller Pflichten. Wieso verdreckt bloß alles so schnell? Woher kommen die Flecken auf der Couch? Und wieso muss man dauernd die Haare aus der Dusche fummeln?

8. Gemütlich muss es erst werden

Erst beim Einrichten der eigenen Wohnung wird klar: nur ein Bett und ein Schrank sehen nicht gerade toll aus. Wer sich in seinem neuen Heim wohlfühlen möchte, sollte etwas mehr Elan in Einrichtung und Dekoration stecken. Mit einem Teppich und ein paar gerahmten Bildern wird aus dem kargen Kellerloch schnell eine heimelige Bude.

9. Mit Nachbarn muss man umgehen können

Wenn Herr Schmitt aus der Wohnung über dir wieder klingelt, weil du deinen Fernseher zu laut eingestellt hast, heißt es: Ruhe bewahren! Diesmal zieht ein „Mama, kommst du mal?“ nämlich nicht. Alleine zu leben heißt eben auch, alleine mit problematischen Mitmenschen klar zukommen. Im Ernstfall kann man immer noch dem Vermieter Bescheid geben.

10. Eigentlich war’s zu Hause gar nicht so schlimm

Niemand mehr da, mit dem man sich streitet und keiner nölt an deiner Frisur herum – so weit, so gut. Allerdings ist auch niemand mehr da, mit dem man sich spontan unterhalten kann und der einem bei Problemen schnell weiterhilft. Die Erkenntnis: eigentlich war’s bei Mama und Papa ganz schön. Jetzt bloß nicht nostalgisch werden, sondern daheim anrufen und die Familie einladen – dann gibt’s vielleicht auch wieder mal Brokkoliauflauf.

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Bildquelle: Shira Gal über CC BY-2.0