(Don’t) follow the hype? – Ein zweischneidiges Schwert

Ein Mann flippt am Telefon aus. Bild: Pexels

Ob nun die groß angepriesene Innovation in der Technik- oder Videospielwelt oder das lang erwartete Album deines/*r Lieblingskünstler*in, wenn der Hype-Train erst einmal Fahrt aufgenommen hat, ist die Vorfreude kaum noch zu bremsen.

Auch wenn du noch nie vor einem Apple Store gecampt hast, um dir das neueste iPhone zu kaufen, oder nicht gleich in Kryptowährungen investiert hast, so warst du doch mit ziemlicher Sicherheit schon einmal gehyped. Wenn nicht, dann Respekt für deine Selbstkontrolle. Immerhin ist es nicht leicht, kritisch zu bleiben, wenn alle um dich herum nur noch darüber reden, wie toll dieses und jenes doch sein wird und dass es die Zukunft oder der nächste Schritt in EINFACH ALLEM sein wird.

The hype is real

Ein Hype startet in der Regel mit einer groß angelegten Marketing-Kampagne. Je mehr Menschen die Kunde des neuen Produkts erreicht, umso mehr rückt das Produkt schließlich in die öffentliche Wahrnehmung. Zum Marketing gehören aber nicht nur vom Hersteller produzierte Werbeclips oder Plakate an Litfaßsäulen: Wenn etwaige Werbepartner*innen, Dritte oder auch Medien über ein Produkt sprechen und etwa seine Qualität anpreisen (im schlimmsten Fall Lobhudelei betreiben), dann schenkst du dem eher Vertrauen als dem Werbespruch des Herstellers.

Ein Hype kann aber auch durch eine bestehende Erwartungshaltung entstehen: Welcher Game of Thrones-Fan hat sich im Vorfeld nicht auf die 8. Staffel gefreut, auf das Finale einer der (darüber kann man jetzt gerne diskutieren) besten Serien der letzten Jahre. Da erwartet man, dass es einfach perfekt wird. Und wenn ein (ehemals) Vorzeige-Videospiel-Entwickler wie CD Projekt ankündigt, an einem Spiel zu arbeiten, dass auf den Stärken der vorherigen Spiele des Studios aufbauen will, können eingefleischte Fans kaum nicht gehyped sein.

Dann gibt es in selteneren Fällen noch den Fall, dass sich ein Promi offen für ein Produkt oder einen Trend ausspricht: Elon Musk hat als glühender Bitcoin-Anhänger und mittels einer Milliarden-Investition der Kryptowährung einen ordentlichen Beliebtheitsschub verpasst. Daraufhin ist ihr Kurs massiv gestiegen.

Großer Anime-Fan und leidenschaftlicher Gamer mit einem Faible fürs Schreiben und das Lernen von Sprachen - gerne auch mal ausgefallenere wie Elbisch oder im Moment Mandarin. Zudem ein überzeugter Hemdenträger, exzessiver Nutzer der Farbe Schwarz (Dark Mode ist PFLICHT) und Katzenliebhaber.