Leben Tod Nahtoderfahrung Sterben

Ein Leben nach dem Tod?

Dies ist wohl eine Frage, welche sowohl Religion als auch die Wissenschaft zu ergründen versuchen. Während die Kirche über ein Weiterleben außerhalb der menschlichen Hülle berichtet, lehnen Wissenschaftler diese Art des Weiterlebens strikt ab. Dennoch ist nur ein Drittel aller Deutschen der Meinung, dass ein Leben nach dem Tod nicht möglich sei. Generell schwindet der Glaube an „Danach“, wie nun Umfragen ergaben. Trotz der umstrittenen Meinungen kursieren aber immer wieder Berichte über Nahtoderlebnisse.

 

Nahtoderlebnisse

 

Obwohl es sich hierbei um ein Streit-Thema handelt, berichten immer wieder Menschen im Zuge von schweren Verletzungen oder Krankheiten von Nahtoderlebnissen. Solche Erlebnisse können aus medizinischer Sicht nur schwer ergründet werden. Die meisten Menschen, welche Einsicht in ein solch tiefgehendes Ereignis bekommen, berichten von einem watteähnlichen, hellen oder fließenden Gefühl. Diese Bilder zwischen Leben und Tod nehmen allerdings für jeden Menschen eine eigene Gestalt an. Skeptiker sind allerdings der Meinung, dass diese Erfahrung lediglich Aufschluss über den Sterbeprozess gibt, jedoch nicht über den Tod selbst. Wissenschaftler führen diese Erlebnisse meist auf eine psychische Reaktion des Gehirns zurück. Ein festhängen in einer zwischenweltlichen Ebene, wie es in dem Musical Ghost beschrieben wird, ist also weiterhin unwahrscheinlich aber dennoch nicht unmöglich.

 

Weitere Forschung und Studien

 

Eine solche Erfahrung bildet eine emotionale Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Religion, da so eventuell sogar ein Gottesbeweis möglich wäre. Da es aber in der Natur des Menschen liegt alles wissenschaftlich ergründen zu wollen, wird die Forschung weiter vorangetrieben. Eine britische Studie untersuchte deshalb, ob das Leben nach dem endgültigen Herzstillstand wirklich zu Ende ist. Generell wird angenommen, dass alle Aktivitäten im Gehirn nach nur 30 Sekunden nach dem letzten Herzschlag eingestellt werden. Das Bewusstsein würde also sofort verschwinden. Die Studie aber bewies, dass Menschen dennoch bis zu weitere drei Minuten ihre Umwelt und deren Einflüsse nach dem körperlichen Tod wahrnehmen können. Bewiesen wurde dies durch einen Patienten, welcher über drei Minuten lang Reanimierungspflichtig war und dennoch alle Erinnerungen über die Geschehnisse um ihn herum wiedergeben konnte. Obwohl dieser Mensch also „verstorben“ war, konnte er alle Handgriffe um ihn herum detailgenau wiedergeben.

 

Zwischen Leben und Tod

Der Unterschied zwischen Leben und Tod ist oftmals nur ein einzelner Augenblick. Beides ist fester Bestandteil von einander und kann nicht getrennt werden. Trotz aller wissenschaftlich bewiesenen Aspekte, wird wohl ein Teil immer unerklärbar oder zumindest unbegreifbar bleiben. Wer sich diesem Thema annimmt, sollte sich weder auf die wissenschaftliche noch auf die religiöse Seite schlagen und somit die Gegenseite komplett ausschließen.