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Eine Liebeserklärung an: Das Trampen

Die Vergangenheit unserer trampenden Eltern beweist: Du brauchst kein eigenes Auto, um die Freiheit der Welt zu erkunden!

Es sind die kleinen Dinge, die uns unseren tristen Alltag versüßen und das Leben ein bisschen besser machen. Ob es hübsche Gänseblümchen sind, die am Straßenrand wachsen oder eine Kugel deiner liebsten Eissorte – wir alle haben kleine Muntermacher in unserem Alltag, über die wir nur selten ein Wort verlieren. Das soll sich jetzt ändern! Wir bieten euch eine Liebeserklärung an die kleinen Dinge, die uns in stressigen Situationen retten, an schleppenden Tagen motivieren oder uns die guten Tage versüßen!

 

Der Rucksack ist gepackt, der Mama wurde Bescheid gesagt, die Badehose haben wir quasi schon drunter: In diesen heißen Sommertagen ist das einzig Vernünftige, sich seine Freunde zu schnappen, so weit wie möglich weg von Zuhause und so nah wie möglich ans Meer zu fahren. Neben dem Sonnenbrand, den wir uns natürlich unvernünftigerweise holen werden, tut nur eine andere Sache bei unserer Abenteuerlust weh: Unser Geldbeutel. Klar, ihr liebäugelt seit Jahren mit einem eigenen VW-Bus und durchforstet hin und wieder die wunderschönen Prachtexemplare auf Ebay-Kleinanzeigen. Aber da wir eigentlich alle noch weit entfernt vom Reichtum sind, müssen wir wohl noch ein paar Jahre warten, um unsere Traum-Karre durch die Welt zu schippern.

Ohne eigenes Auto wird der Urlaub aber oft mühsam und teuer, Zugtickets läppern sich und das Fliegen ist dann doch meistens zu viel Umweltsünde für zu wenig Reisestrecke. Was wir dabei oft vergessen? Unsere Eltern sind damals um die halbe Welt per Anhalter gefahren. Daumen raus, Grinsen an und dann ab in die nächste kostenlose Mitfahrgelegenheit!

 

Gibt es das Trampen noch?

 

Ja, das Trampen gibt es noch. Es ist zwar noch nicht völlig ausgestorben, aber trotzdem ging der Hype in den letzten Jahren stark zurück. Vor allem in den 70ern, 80ern und 90ern war das Fahren per Anhalter nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. An jeder Ecke, Tanke und Autobahnauffahrt standen Menschen, die für Umme oder gegen einen kleinen Aufpreis bis zu einem bestimmten Ort mitgenommen werden wollten. Doch auch heute funktioniert diese Art der Fortbewegung ganz wunderbar und hat sogar ziemlich viele Vorteile, die uns jungen Menschen ohne eigenes Auto wunderbar gelegen kommen.

 

Viele weitere Tipps zu Themen wie Reisen, Sport und Wohnen findest du hier.

 

Daumen rauf und volle Kraft voraus

 

Wer eben kein Auto hat und sich das Geld für Bus, Bahn und Mitfahrgelegenheit sparen möchte, kann sich einfach an eine wohl ausgesuchte Ecke stellen und den Daumen raus halten – oder den Mut zusammen nehmen und an einer Tankstelle oder einem Rastplatz die Fahrer von sich aus anquatschen. Für mehr Erfolg kann man sich auch ein schönes Plakat in bunten und auffälligen Farben basteln, um richtig wahrgenommen zu werden. Wirkt auch netter, übrigens. Es gibt eigentlich keinen günstigeren und spannenderen Weg, um von A nach B zu kommen! Durch die Fahrt mit Fremden lernt man Menschen und Geschichten kennen, denen wir im Alltag so vielleicht nie begegnen würden. Sitzen wir etwa eineinhalb Stunden gemeinsam mit anderen Personen im Auto, so ergeben schnell wahnsinnig interessante Gespräche, lustige Anekdoten kommen ans Licht und die ein oder andere hitzige Diskussion kann entstehen. Herrlich! Das Beste an der Sache ist ja auch, dass wir uns dabei so viel Geld sparen und die gesammelten Moneten in viel wichtigere Dinge investieren können. Ein gutes paar Wanderschuhe, vielleicht ein günstiger Trekking-Rucksack auf Ebay Kleinanzeigen und auf jeden Fall auch gleich eine schöne, gebrauchte Polaroid-Kamera, um alles Aufregende festzuhalten.

 

Umweltfreundliches Reisen

 

Doch wir sparen nicht nur Geld und lernen neue Leute kennen, sondern tun auch noch gleichzeitig was für die Umwelt. Je mehr Leute in einen PKW gepackt werden und nicht getrennt fahren, desto weniger Autos sind unterwegs. Und desto weniger schädliche Stoffe gelangen durch den Auspuff in die Umwelt. Also, go for it!

Egal, ob ihr auf dem Weg ans Meer seid oder mit eurem bestem Kumpel auf das nächste Festival trampen möchtet – versucht es einfach! Plant ein bis zwei Tage ein, lasst euch nicht stressen oder ermutigen. Die besten Chancen habt ihr durchschnittlich, wenn ihr alleine oder als Pärchen reist. Ist man in einer größeren Gruppe unterwegs, kann das Fahren per Anhalter etwas schwieriger werden – ist jedoch nicht ganz unmöglich.

 

Stay safe

 

Da wir in Deutschland leben, stellt das Anhalten und Mitnehmen von Fremden keine Straftat oder Ordnungswidrigkeit dar. Hier darf jeder jeden mitnehmen und jeder bei jedem einsteigen. Wahrlich ein Paradies! Zum Beispiel in Italien ist es absolut verboten auf Autobahnen, Auffahrten und an Mautstellen zu trampen.

Und natürlich gilt: Bevor ihr in ein euch unbekanntes Fahrzeug steigt, solltet ihr auf euer Bauchgefühl hören. Kommt euch der Fahrer oder das Auto seltsam vor und bereitet euch ein flaues Gefühl im Magen, dann lasst es auf jeden Fall. Dennoch solltet ihr diese Worte im Hinterkopf behalten: „Never judge a book by its cover“ – Urteilt niemals nach dem Aussehen.

 

Jetzt heiß auf einen Roadtrip? Hier 5 hilfreiche Tipps, solltest du dafür doch ein Auto brauchen!

 

In Zusammenarbeit mit eBay Kleinanzeigen

 

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Bildquelle: Jacob Ufkes via Unsplash unter cc0 Lizenz

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