2020 erreichten Maël und Jonas bei Voice of Germany den 3. Platz. Seitdem versuchen die beiden Koblenzer mit ihrer Musik weiter durchzustarten. In folgendem Interview wurden die beiden gefragt, wie ihnen das gelingt, welche Hindernisse auftreten und was die beiden ausmacht. Herausgekommen ist ein Gespräch über Nico Santos, nächtliche Telefonate und Tiktok.

ZEITjUNG: Zum Einstieg für jemanden, der euch nicht kennt: Wie würdet ihr euch selbst beschreiben?

Jonas: Hallo erstmal wir sind Maël und Jonas. Wir machen Musik, machen alles selbst. Schreiben, produzieren, Mix, Master, etc. Unser Hauptfokus liegt einfach darauf, mit unserer Musik Leute zu connecten, Freude auszustrahlen und eine geile Stimmung zu verbreiten, auch jetzt live mit der ganzen Band und gerade in dieser schwierigen Zeit.

 ZEITjUNG: Wie sind Maël und Jonas privat?

Maël: Was sind wir für Typen? Eigentlich sind wir immer gut drauf. Sarkastisch, bis zum geht nicht mehr. Was kann man noch sagen? ,,Gesellig” würde ich sagen, also wir lieben es mit Menschen, rumzudancen. Und Nachteulen sind wir, glaub ich, auch beide.

Jonas: Ja, auf jeden Fall.

ZEITjUNG: Was unterscheidet euch von anderen Künstlern*innen? Warum sollte man euch hören?

Jonas: Also ich muss ganz ehrlich sagen, wenn Leute jetzt bei einem bestimmten Song oder bei einer bestimmten Line oder irgendwie so sagen „Das hört sich voll an wie das und das“ dann nehme ich das eher als Kompliment auf, weil ich das nice finde. Und ich würde einfach sagen warum sollte man uns hören? Ich finde uns unterscheidet allein schon unsere Konstellation, dass wir ein Duo sind, gesanglich, dass wir uns alles immer aufteilen. Wir machen, wie gesagt, alles selbst. Bis jetzt wurde nichts jemand anderem abgegeben, also vom ersten Startpunkt bis zum finalen Produkt, sprich das, was dort zu hören ist, sind wirklich 100% wir. Das ist kein großes Team, was dahinter ist. Das ist uns auch bis jetzt noch sehr wichtig, auf jeden Fall. Ja, ich würde sagen, das ist relativ besonders und das wäre auf jeden Fall ein cooler Grund uns zu hören und außerdem: Wir finden unsere Mucke natürlich gut. (lacht)

ZEITjUNG: Mit welchen Künstler*innen werdet ihr verglichen? Wer sind eure Vorbilder?

Jonas: Den ersten Kommentar, den ich zu unserem neuen Song I swear to god gelesen hab war: „Alter, das gibt mir voll Big Time Rush Vibes“. Das fand ich ganz witzig, aber was häufiger mal vorkam war, dass es sich so ein bisschen in die Richtung MGK, also Machine Gun Kelly, bewegt und das feiern wir halt beide total, weil es ein bisschen in die rockigere Richtung geht, die mit Pop gemixt ist. MGK ist einfach ein super bekanntes Beispiel, aber es gibt halt noch hunderttausende andere Künstler, die genau die gleiche Schiene fahren. Und da zeigt sich oft, dass man das auf eine Person wie zum Beispiel Machine Gun Kelly reduziert, weil die halt einfach so weit oben und so bekannt ist.

ZEITjUNG: Ihr habt eben angesprochen, dass das Besondere ist, dass ihr ein Duo seid. Hat das in der Zusammenarbeit manchmal Konfliktpotential oder ist die Zusammenarbeit immer harmonisch?

Maël: Ich weiß nicht, ob das Konfliktpotential hat. Also natürlich, wenn 2 Leute an einem Projekt arbeiten, hat jeder seinen eigenen Kopf, aber meistens bringt uns das weiter. Es ist halt nicht so, dass dann einer sagt „Ne das finde ich scheiße:“, sondern so „Ne, deine Idee, ich würde die eher vielleicht so abändern.“ Also es geht halt immer um eine konstruktive Zusammenarbeit. Und wenn die herrscht, dann ist es eigentlich kein Problem. Also natürlich, manchmal zofft man sich, aber meistens fernab von der Musik. (lacht)

Jonas: Ja, das stimmt. Eigentlich gab es noch nie eine richtige Zofferei direkt nur wegen der Musik.