Was ist der Mandela-Effekt?

Du bist dir einer Sache völlig sicher, aber der Fakt entpuppt sich als falsch? Das ist der Mandela-Effekt. Bild: Pexels

Habt ihr euch früher einmal in der Schule gemeldet und wart euch absolut sicher, dass ihr die richtige Antwort im Kopf hattet? Aber als dann jemand anders eine völlig andere Antwort gegeben hat und die dann richtig war, kamt ihr euch richtig blöd vor? Falsch liegen ist natürlich nichts schlimmes, Irren ist bekanntlich ja menschlich. Manchmal irrt man aber nicht bloß, sondern ist richtig überzeugt von einer Tatsache, die so gar nicht stimmt. Wenn das passiert, spricht man auch vom Mandela-Effekt.

Der Mandela-Effekt, wissenschaftlich „Konfabulation“ genannt, tritt auf, wenn sich eine oder mehrere Personen an eine objektiv falsche Tatsache erinnern. Das heißt, sie gehen felsenfest davon aus, dass etwas passiert ist, obwohl das nachweislich nicht so eingetreten ist. Namensgeber für den Effekt ist Nelson Mandela: Einige Menschen gingen lange und gehen fest davon aus, Mandela wäre schon in den 1980ern in einem südafrikanischen Gefängnis gestorben – obwohl er erst 2013 an einer Lungenentzündung gestorben ist.

Die Anhänger des Mandela-Effekts sehen darin den Beweis für Paralleluniversen. Wie sonst sollten sich so viele Menschen an das gleiche, fiktive Ereignis erinnern? Grund dafür soll sein, dass die falschen Erinnerungen Überbleibsel anderer Dimensionen sind. Die Wissenschaft nennt jedoch andere Ursachen: Unser Gedächtnis ist nämlich eigentlich ziemlich unzuverlässig. Erinnerungen sind keine objektiven, detailreichen Tatsachen, sondern viel mehr zusammengebaut aus Einzelteilen. Deswegen kann es sein, dass sich auch mal ein falsches Detail einschleicht oder das Gehirn unvollständige Erinnerungen automatisch ergänzt. Wenn wir diese falsche Erinnerung immer und immer wieder abrufen, brennt sie sich irgendwann als die richtige ein.

Bestimmt seid auch ihr „betroffen“ von solchen falschen Erinnerungen. Hier sind einige der bekanntesten Beispiele:

#1 Luke, I am your father

Der vielleicht berühmteste Satz aus dem Star-Wars-Epos – war vielleicht gar nicht so, wie du ihn in Erinnerung hast? Tatsächlich spricht Darth Vader seinen Sohn Luke gar nicht namentlich an, sondern sagt lediglich: „No, I am your father“.

Spielt gerne Volleyball, aber verfolgt trotzdem die Bundesliga. Frisch mit der Schule fertig und steht maximal mit einem Bein im Leben. Leidenschaftlicher Neue-Musik-Entdecker. Nimmt so gut wie jede Einladung auf ein Bier oder einen Kaffee an.