MOOT: It-Pieces aus Müll

Ein Mann und eine Frau lehnen an einer Säule. Sie tragen bunte Jacken, Mode des Labels MOOT

Zwei Freunde aus Berlin haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Fashionwelt zu revolutionieren – entstanden ist MOOT, ein Label für fair produzierte Kleidung aus Abfallprodukten. Nachhaltiger kann Mode heutzutage kaum sein.

Klamotten aus Müll? Das klingt im ersten Augenblick nicht nur ziemlich unhygienisch, sondern auch nicht gerade trendy. Das Berliner Label MOOT (englische Aussprache, also muut) steht für Made Out Of Trash und überzeugt uns vom Gegenteil: Kleidung aus Müll muss nicht automatisch dreckig und hässlich sein. Seit der Gründung ihres Labels im April 2020 setzen Nils und Michael, die kreativen Köpfe hinter MOOT, auf Upcycling, das Verwerten alter Materialien in neuen Produkten. Doch wie sind die beiden dazu gekommen, diesen Weg zu gehen?

Nils, gelernter Modedesigner, erhielt im Laufe seiner Ausbildung immer wieder erschreckende Einblicke in die Fast-Fashion-Branche. Schon nach kurzer Zeit war ihm klar, dass eine Arbeit in diesem Berufsfeld für ihn auf keinen Fall in Frage kommt. Durch eine Zusammenarbeit mit der Stadtmission wurde Nils schließlich darauf aufmerksam, dass ein Großteil der gespendeten Textilien nicht genutzt werden kann und daher endgültig entsorgt wird. Er dachte darüber nach, wie man diesen Kleidungsstücken ein zweites Leben schenken könnte und erzählte auch seinem Freund Michael eher beiläufig von dieser Idee. Michael, der ein BWL-Studium absolviert hatte, bekräftigte Nils in seinem Vorhaben und versprach ihm, ihn auf dem bevorstehenden Weg mit seinen Kenntnissen zu unterstützen: Nach kurzer Zeit war die Grundidee für MOOT geboren. Im Jahr 2019 begannen die beiden Wahlberliner schließlich aktiv damit, an ihrem Business zu arbeiten: Nils an der Nähmaschine und Michael am Computer.

Aufgewachsen im Münsterland, zwischen Bauernschaften, Fahrrädern und Dorfpartys. Schreibt seit dem Kindergartenalter, von Kurzgeschichten bis hin zu News-Artikeln, liebt Musik, Sonne, gutes Essen und Gespräche über Gott und die Welt.