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Neuer Podcast: 5 Fragen, 5 Antworten an die Realitäter*innen

Gegen Sexismus, Rassismus und Homofeindlichkeit, für Body Positivity, Female Empowerment und Diversität: der neue Podcast „Die Realitäter*innen“.

Ein Interview von Elena Berchermeier

Lúcia Luciano und Gizem Adiyaman sind als DJ-Duo unter dem Namen hoe__mies bekannt. Pünktlich zum Erscheinen ihres Podcasts „Die Realitäter*innen“ auf Spotify trafen wir sie zum Plausch. Über ihr neues Projekt, Female Empowerment – und was wir alle tun können, um die Realität dahingehend zu verbessern.

Ihr habt als DJ-Duo und Veranstalterinnen die Berliner HipHop-Szene aufgemischt – wie kam die Idee zum Podcast?

Lucia: Durch unsere Arbeit waren wir viel unterwegs, begegneten vielen Menschen und kamen mit vielen Themen in Berührung. Wir dachten schon vor ein, zwei Jahren über ein neues Medium für unsere Diskussionen nach. Da war uns ziemlich schnell klar, dass es ein Podcast werden soll.

Der Podcast heißt Realitäter*innen – wieso wolltet ihr einen neuen Namen und weg von hoe__mies?

Lucia: Durch hoe__mies haben wir eine bestehende Community. Der Podcast sollte auch für alle zugänglich sein, die nichts damit zu tun haben und sich nicht mit HipHop auseinandersetzen. Wir hatten viele Ideen und während eines Dinners mit Spotify war das wie Pingpong-Spielen; das ging von Realität und Realitäter zu Realititäter*innen. Als das ausgesprochen wurde, haben erstmal alle gelacht. Dann war klar: Das ist der Name.

Welche Themen dürfen wir erwarten?

Gizem: Wir wollen nicht zu viel vorab verraten, aber die erste Folge ist über Dating und es wird jeweils eine Folge zu Body Positivity und Sexarbeit geben. Das sind Themen, die uns alle etwas angehen sollten – wo man vielleicht Berührungsängste hat, da man gewisse Menschen gar nicht in seinem Umfeld hat. Oder man traut sich nicht, Fragen zu stellen. Da ist der Podcast ein gutes Medium, sich an neue Themen ranzutasten.

Wer sind eure Gesprächspartner*innen, kennt ihr sie persönlich?

Lucia: Eigentlich kennen wir alle, jedoch nicht gleich gut.

Gizem: Das merkt man vielleicht auch beim Setting, es ist sehr vertraut und wir lachen miteinander. Uns es ist uns extrem wichtig, dass marginalisierte Stimmen zu Wort kommen – also People of Color und jene Menschen, die sich als queer, transgender oder nicht-binär identifizieren.

Was können die Hörer*innen tun, um die Realität zu verändern?

Lucia: Ich glaube, jeder muss in seinem Handlungsbereich schauen, was möglich ist. Und wir müssen lernen, zuzuhören – gerade, wenn man von einigen Dingen nicht so viel Ahnung hat. Es ist wichtig, zu erkennen, dass die Community nicht eine homogene Masse ist – sondern dass wir alle divers und vielfältig sind. Wir haben unterschiedliche Meinungen, können aber trotzdem koexistieren.

Gizem: Das beginnt bei Sachen wie dem Familien-Dinner, bei dem der Onkel rassistische, homo- oder transfeindliche Sprüche sagt. Man sollte das nicht einfach wortlos hinnehmen, nur weil man selbst nicht betroffen ist – sondern das in dem Moment ansprechen, zum Nachdenken anregen und die Realität kritisch hinterfragen.

Neugierig geworden? Zum Podcast geht’s hier.

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Bildquelle: Die Realitäter*innen / Credit: Marlen Stahlhuth

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