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Party-Desaster: Was zur Hölle war auf dem Fyre Festival los?

Das Fyre Festival auf den Bahamas ist völlig eskaliert – das vermeintliche Event des Jahres wird jetzt mit einer 100 Mio. Dollar Klage konfrontiert.

Es sollte eines der größten und vor allem glamourösesten Events des Jahres werden. Zwei Wochenenden, auf einer paradiesischen Insel, nahe den Bahamas. Geplant von niemand geringerem als Rapper Ja Rule und Unternehmer Billy McFarland. Promotet von begehrten Models wie Kendall Jenner, Bella Hadid und Emily Ratajkowski. Unterstützt von Riesen-Acts, unter anderem Major Lazer, Tyga, Migos, Desiigner und Blink182.  Es wurde hocheuphorisch ein Video gedreht, mit dem das Luxus-Spektakel angekündigt wurde:

Wenn man das alles hört, denkt man, dass da doch eigentlich nichts schief gehen kann – im Gegenteil. Es ist alles schief gegangen, was schief gehen konnte. Schon bei der Ankunft auf der Insel merkten die Besucher, dass hier irgendwas gewaltig nicht stimmt. Nichts war fertig, geschweige denn vorbereitet. Die Musiker sind nie aufgetaucht, die Gäste standen ohne Unterkunft da, die versprochene Verpflegung glich einer Gefängnis-Mahlzeit, genau wie der Zeltplatz einer Baustelle und zu allem Übel wurden auch noch unzählige Taschen und Wertgegenstände von Einwohnern gestohlen. Die Veranstalter erklären: „Einige Insel-Bewohner waren aufgebracht, weil wir ihr Heim quasi komplett umgebaut haben. Das ganze Team war total überfordert, der Flughafen war mehr als überfüllt. Es gab viel zu wenige Busse und ein starker Wind brachte am Morgen des Festivals die Hälfte der bereits aufgebauten Zelte zum einstürzen. Wir dachten, wir sind bereit – waren wir aber nicht.“

 

Alles ein schlechter Scherz

 

Das Beste kommt aber noch: Der Preis pro Ticket für die Veranstaltung lag zwischen 1.000 und 12.000 Dollar. Eine fette Klage hat Ja Rule schon am Hals und die Leute verlangen natürlich ihr Geld zurück. Und das bekommen sie nach Aussage des Rappers auch: „Allen Besucher wird ihr bezahlter Preis komplett zurück erstattet.“ Aktuell wird noch wild darüber diskutiert, ob sich das alles hätte verhindern lassen und wer an dem Drama nun Schuld ist. Die A-Promis hatten nämlich Glück, im Gegensatz zu den Normalverbrauchern wurden ihre Model-Agenturen und Manager einen Tag vor Festival-Beginn über die Situation informiert und mit einer Einladung für das darauffolgende Wochenende vertröstet. Auch Online wird das Fyre Festival von allen Seiten runtergemacht: „Wie die Hunger Spiele – nur mit weniger Luxus.“

Selbst deutsche Stars wie Stefanie Giesinger wollten die Reise nach Exuma antreten, ließen stattdessen aber ihrem Ärger über den grausamen Ausfall auf Snapchat lauf. Leider ist das Video nicht mehr verfügbar, genauso wenig wie die Posts von Kendall Jenner, in denen sie fleißig die Werbetrommel für das Event rührte. Da hilft die offizielle Entschuldigung auf der Website wohl auch nicht mehr viel…

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