FreundschaftWohnenWohngemeinschaft

Playboy, Ordnungsfreak oder Mama: 6 Arten von Mitbewohnern

Das Biotop einer Wohngemeinschaft ist ein vielfaltiges – und wer mit anderen Menschen zusammen lebt, entkommt auch ihren speziellen Eigenheiten nicht. Eine Typologie.

Für Studenten ist eine Wohngemeinschaft die optimale Lebensweise: nie allein und schonend für den Geldbeutel – es sei denn, man heißt Justus Aurelius. Es soll zwar auch die Menschen geben, die sich blendend mit ihren Mitbewohnern verstehen, von diesen Typen hat aber jeder schon einmal gehört.

 

1. Ordnungsfreak ahoi!

Wenn man inmitten der mühseligen WG-Suche in einer Stadt voller chaotischer Studentenbuden auf eine perfekt aufgeräumte Wohnung trifft, sollte das zu denken geben. Hier wohnt sicherlich ein Ordnungsfreak, dem jede herumlegende leere Bierflasche ein Dorn im Auge ist. Alles muss ständig blitzblank geputzt und das Müsli alphabetisch sortiert sein – ansonsten droht Ärger. Aber es bleibt auch Hoffnung für ihn: gleich und gleich gesellt sich schließlich gerne.

 

2. Schnorrend durchs Leben

Auch ihm ist jeder schon einmal begegnet: dem Schnorrer. Kaum ist die Tüte Chips oder das kühle Bier ausgepackt steht er auch schon lauernd in der Küchentür. Der Schnorrer braucht schon gar nicht mehr zu fragen, die Blicke sprechen tausend Bände. Zigaretten, Regenschirme, Feuerzeuge oder Haarbürsten – nichts ist sicher oder wird jemals wiedergesehen. Immerhin muss sich keiner mehr fragen, wer heimlich das Eis aus dem Kühlschrank gegessen hat.

 

3. Die WG-Mama

Hier geht es nicht darum, dass strengste Sauberkeit herrscht, hierfür haben wir den Ordnungsfreak. Stattdessen kann man mit allen Sorgen und Problemen immer zur WG-Mama (oder Papa) gehen und sich einmal ordentlich ausheulen. Auch Stromabrechnungen, Hausarbeiten oder Sockenflicken fallen in ihr Repertoire. Zu viel wird es allerdings erst, wenn du ständig gefragt wirst, wann du denn letzte Nacht nach Hause gekommen bist und ob alle deine Hausaufgaben schon erledigt sind.

 

4. Das laufende Tinder-Date

Wer kennt das nicht: da lässt man sich sonntagmorgens schlaftrunken an den Küchentisch plumpsen, sitzt dort schon das nächste unbekannte Gesicht. Das laufende Tinder-Date hat seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht und einen One-Night-Stand angeschleppt, der nun auch noch ein Frühstück danach erwartet. Komische Situation für alle Beteiligten – aber hey, so lange sich die nackten Begegnungen auf dem Flur auf ein Minimum beschränken.

 

5. Die Fremden

Dass in einer WG oftmals reger Betrieb herrscht, ist verständlich. Interessant wird es allerdings, wenn nach einiger Zeit ein halbwegs bekanntes Gesicht auftaucht, das behauptet, dein Mitbewohner zu sein. Schnell stellt sich die Frage: Wo war der Typ die ganze Zeit. Skifahren in der Schweiz, Urlaub am Ballermann und Surfen auf Bali – wozu eigentlich noch das WG-Zimmer? Dieser Typ ist sicherlich jedem bekannt und lässt sich kaum blicken. Vielleicht sollte man das Zimmer einfach mal untervermieten, bemerkt sicherlich keiner.

 

6. Das Mutter-Söhnchen

Es gibt sie in jeder WG: Menschen, die ohne ihre fürsorgende Mutter komplett aufgeschmissen sind. Ständig nerven sie dich mit Fragen: Wie geht der Staubsauger an? Kann ich hier drin ein Feuer machen? Immer wieder überrascht dich, wie unselbstständig ein Mensch sein kann. Da hilft nur beten, dass das Mutter-Söhnchen nicht plötzlich den Wunsch verspürt, kochen zu lernen und dabei das ganze Haus in Brand zu setzen. Aber zugegeben: seine Mama zu lieben ist schon irgendwie süß.
Bildquelle: Pexels unter cc0 Lizenz

Das könnte Dich auch interessieren