Das Vaginismus Buch: die Angst vor der Penetration

Eine Frau steckt einen Finger in einer Grapefruit.

Weltweit leidet jede zehnte Frau an Vaginismus (auch genito-pelvine Schmerz-Penetrationsstörung genannt), was für viele ein erschwertes und unzufriedenes Sexualleben bedeutet. Dr. Julia Reeve versucht mit ihrer neuen Publikation “Das Vaginismus Buch” ein Therapieprogramm vorzustellen, das Frauen die Möglichkeit bieten soll, ein angst- und schmerzfreies Sexleben genießen zu können. Ob sich ein Blick in das Buch lohnt, erfahrt ihr hier.

Über die Autorin

Die gebürtige Engländerin Dr. med. Julia Reeve ist Frauenärztin, Geburtshelferin, Psychotherapeutin und Sexologin. Seit über 25 Jahren ist sie spezialisiert auf die Behandlung von Frauen, die an Vaginismus leiden. In ihrem neuen Buch stellt sie ihr Therapieprogramm, neue Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen vor und vereint sowohl medizinische als auch psychologische Ansätze miteinander. Mittels einer spezifischen Anleitung soll es Betroffenen möglich sein, die Angst und den Schmerz vor einer vaginalen Penetration zu überwinden.

Bild: Dr. med. Julia Reeve

Vaginismus – was ist das?

Vaginismus beschreibt einen Beschwerdekomplex, der sich aus Beckenbodenschmerzen, Verkrampfungen, dem Verlust der Libido und der Angst vor der Einführung eines Penis zusammensetzt. Dem Vaginismus liegt eine Muskelreflex-Reaktion zugrunde; dabei zieht sich die Beckenbodenmuskulatur bei dem Versuch, etwas in die Vagina einzuführen, zusammen und löst dadurch einen Krampf aus. Aufgrund der angespannten Beckenbodenmuskulatur verschließt sich die Vagina und funktioniert wie eine Wand, welche die Penetration verhindert. Die Auslöser für solch eine Reaktion können vielfältig sein, manchmal reicht schon ein Tampon oder eine ärztliche Untersuchung, damit die Angstreaktion ausgelöst wird. Der Reflex ist nichts, was bewusst abläuft, die Betroffenen können die Reaktion nicht kontrollieren und diese endet erst, wenn die Penetration abgewehrt wurde. Häufige Symptome, die sich während einer Angstreaktion bemerkbar machen, sind: ein beschleunigter Herzschlag, steigender Blutdruck, erhöhte Wachsamkeit, Schwitzen, Muskelbeben und eine Versteifung der Beine.

Bildquelle: Dr. med. Julia Reeve

Wenn mich nicht gerade meine unstillbare Lust nach fantasiereichen Büchern und Filmen umtreibt, habe ich eine Schwäche für tiefgründige Kneipengespräche, kalten Kaffee, einsame Wälder und – natürlich – das Schreiben von alltäglichen, spannenden und neuen Geschichten.