Auszeit vom Alltag: Das Sabbatical

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Für einige Monate ins Ausland gehen und trotzdem Geld bekommen? Ein Traum, der für immer mehr Menschen Realität wird. Denn viele Arbeitgeber bieten ihren Angestellten die Möglichkeit, ein Sabbatical einzulegen. Während dieser Zeit kannst du eine Auszeit vom Alltag nehmen und zum Beispiel ferne Länder entdecken. Was gibt es im Vorfeld eines Sabbatjahrs zu bedenken?

 

Sabbatical – was ist das eigentlich?

 

Der Begriff Sabbatical, im Deutschen manchmal auch Sabbatjahr genannt, leitet sich vom hebräischen „sabbat“ ab, dem wöchentlichen Ruhetag im Judentum. Während des Sabbaticals arbeitet man zwischen drei und zwölf Monate nur in Teilzeit oder überhaupt nicht und kann Kräfte und Inspirationen sammeln und sich neu orientieren. Wie man das tut, ist jedem selbst überlassen: Viele nutzen die Zeit für eine längere Reise. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Reiseziele während eines Sabbatjahrs stehen Thailand, Kambodscha und Bali, gefolgt von Norwegen, Peru und Chile. Der Vorteil eines Sabbaticals liegt darin, dass man viel Zeit für sich selbst, Familie und Freunde zur Verfügung hat, die man frei einteilen kann – und das bei einem festen Einkommen.

 

Gute Planung ist die halbe Mitte – auch beim Sabbatjahr!

 

Ein Sabbatjahr ist ein ganz besonders Vorhaben, das aber auch gut durchdacht sein will. Mach dir daher im Vorfeld einige Gedanken, wie du deine Vorstellungen aussehen und ob diese auch mit deinem Arbeitgeber vereinbar sind. Ein wichtiger Punkt ist die Dauer und die Finanzierung des Sabbaticals.
Neben solchen Überlegungen gibt es noch andere Dinge zu planen. Du solltest dich zum Beispiel frühzeitig fragen: „Was muss ich auf meiner Reise dabeihaben?“ Das kommt immer auch auf das Land deiner Wahl an: Möchtest du in ein tropisches Land wie etwa Thailand reisen, solltest du unbedingt Anti-Mücken-Spray im Gepäck haben. Denn die kleinen Plagegeister übertragen Tropenkrankheiten wie Malaria und Co.

 

So klappt’s mit dem Sabbatjahr und dem Arbeitgeber

 

In Deutschland besteht zwar kein gesetzlicher Anspruch auf ein Sabbatjahr. In vielen Berufen ist es aber dennoch möglich. Gerade für Lehrer, Angestellte im öffentlichen Dienst und Beamte gibt es gesetzliche Regelungen, die ein Sabbatical unterstützen. Auch andere vor allem größere Unternehmen bieten ihren Angestellten diese Möglichkeit. Denn auch für den Arbeitgeber bietet das Sabbatjahr Anreize: Die Mitarbeiter sind danach motivierter und beugen außerdem einem eventuellen Burn-Out vor.
Einige deutschen Unternehmen haben für ihren Mitarbeiter feste Modelle parat, aus denen sie auswählen können. Beim Fünf-Jahres-Modell wird beispielsweise vier Jahre lang für weniger Lohn in Vollzeit gearbeitet. Im fünften Jahr folgt das Sabbatical, in dem der Lohn derselbe bleibt wie in den Vorjahren. In der Regel musst du bereits mindestens drei Jahre bei deinem Betrieb beschäftigt sein, um ein Sabbatical einlegen zu können.

 

Und nach dem Sabbatical?

 

In manchen Fällen kann der Arbeitgeber nicht sicherstellen, dass man nach dem Sabbatical noch an den gleichen Arbeitsplatz zurückkehren kann. Ist dir das zu unsicher, kannst du dir überlegen, in Teilzeit weiterzuarbeiten. Der Vorteil dabei ist, dass man weiterhin mit der Arbeit in Kontakt ist. Außerdem ist es dann sicherer, dass dein Arbeitsplatz auch nach der Auszeit noch da ist.
Wenn du frühzeitig planst und auch bedenkst, was dich nach dem Sabbatical erwartet, kannst du diese besondere Zeit ganz entspannt genießen!