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Das ewige Duell: Was alte und neue Freundschaften unterscheidet

Wieso kategorisieren wir Freundschaften aufgrund ihrer Länge?

Mit dem Abi in der Tasche fühlt man sich wie der glücklichste Mensch auf Erden. Nach 13 nervigen Jahren des Paukens, hat man es endlich geschafft. Und jetzt? Theoretisch stehen einem, beruflich gesehen, jegliche Möglichkeiten offen. Die meisten stürzen sich aber doch in die allseits glorifizierte „Studentenzeit“. Doch bleibe ich da oder ziehe ich in eine neue Stadt?! Weit weg von der Heimat muss ich mich dann zwangsläufig auch auf neue Freundschaften einlassen. Aber das ist das kleinste Problem. Es gibt keinen einfacheren Weg, als neue Freunde im Studium zu finden. Studiert man nicht gerade an einer Pendler-Uni, trifft man ziemlich schnell auf Gleichgesinnte. Alle sind auf der Suche und offen für neue Freundschaften. Klar, man kennt ja auch fast niemanden in der neuen Stadt. Alte Freundschaften bleiben immer noch bestehen, aber man hat eben nicht mehr die gleichen Möglichkeiten. Spontane Treffen und Besäufnisse werden immer schwieriger. Der Alltag eurer Freundschaft wird sich vollkommen verändern.

 

Wie entstehen neue Freundschaften?

 

Anders als zu Schulzeiten, hat man mit den „neuen Freunden“ direkt eine erste Gemeinsamkeit. Das Studium. Man muss somit schon irgendwie eine Verbindung zueinander haben. Es ist ja kein Zufall, dass man sich bei der unglaublichen Auswahl an Studiengängen, genau für diesen einen Studiengang entschieden hat. Durch WGs, Nebenjobs und Co. kommen dann ganz schnell noch weitere Bekanntschaften dazu. So langsam muss man selektieren. Anfangs war man noch der King im „Socializing“ und über jeglichen Kontakt dankbar. Doch schon nach ein paar Wochen flacht der erste Kontakt zu vielen Kommilitonen aus der O-Phase wieder ab. Es bleibt ein auserlesenes Grüppchen bestehen, das dich dein ganzes Studium lang, vielleicht sogar dein Leben lang, begleiten wird.

Aber was ist es eigentlich, das in unseren Köpfen Kategorien entstehen lässt – wieso denken wir so oft in „alt“ und „neu“, in „Grundschule“ und „Universität“? Eigentlich ganz einfach: Diese Freunde sind verdammt unterschiedlich – wie sie mit uns reden, was sie über uns wissen und besonders, wie wir uns zusammen mit ihnen verhalten – hier kommen 5 Unterschiede:


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    Die Sandkasten-Erfahrung vs. Gemeinsame Interessen

    Am besten hat man schon zusammen in die Windeln gepinkelt, war im Kindergarten das beste Team im Sandburgen bauen und der Abschied des anderen gestaltete sich jedes Mal als großes Drama inklusive Tränen. In der Schulzeit stand man gemeinsam den ersten Liebeskummer durch und ging zusammen durch die Pubertät. Das ist sie, die berühmte „Hanni und Nanni“ Freundschaft aus dem Bilderbuch. Man kennt den anderen einfach in und auswendig, weiß genau was der andere denkt und was in Krisensituationen zu tun ist. So eine Freundschaft ist wunderbar und neue Freunde werden niemals an diese gemeinsamen Erfahrungen herankommen. Allerdings verbindet neue Freunde ein ganz anderer Aspekt. Nämlich die gemeinsamen Interessen. Im Kindergarten wurde höchstens zwischen den Vorlieben des Spielens unterschieden. Spielte ich gerne mit Playmobil, suchte ich mir einen Freund, der diese Leidenschaft teilte. Irgendwann im Alter können die Interessen allerdings stark auseinander gehen und man teilt nichts weiter mehr als die gemeinsame Vergangenheit.

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