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School sucks – Wir brauchen eine Revolution unseres Schulsystems

Seit Jahren hat sich nichts am Schulsystem verändert. Wir brauchen ein System, das mehr auf die individuellen Stärken der Kinder eingeht.

6 Uhr morgens – Der Wecker klingelt schon seit zehn Minuten, doch anstatt aufzustehen, versteckst du dich unter der Bettdecke. Es ist viel zu früh und du bist noch nicht bereit für den Trubel des Tages. Kurz später klopft es an deiner Tür. „Bist du schon wach? Die Schule wartet und das Frühstück ist auch schon fertig!“, ruft deine Mutter in das Zimmer. Du quälst dich also aus deinem wohlig warmen super weichen kuscheligen Bett und trottest ins Bad.

Kommt dir das bekannt vor?

Die Schulzeit ist für jeden hart. Man versucht irgendwie mit dem Überschuss an Hormonen im System klar zu kommen und soll gleichzeitig auch noch ununterbrochen motiviert und aufmerksam sein. Dass das unrealistisch ist, sollte eigentlich auch den Bürokraten des Bildungsministeriums klar sein. Dennoch werden seit Jahrzehnten keine grundlegenden Veränderungen im Schulsystem vorgenommen. Wenn wir an unsere eigene Schulzeit zurückdenken oder uns mit Freunden darüber unterhalten, stellen wir immer wieder fest, dass wir noch immer nicht verstehen, warum unser Schulsystem so ist, wie es ist. Schon während der Schulzeit haben wir uns gefragt – ergibt das Ganze überhaupt Sinn oder ist die Schule nur eine Institution, die uns quälen soll? Jetzt sind wir älter, aber die Frage bleibt.

Früh aufstehen sucks

 

Eine Studie der Uni Marburg fand heraus, dass Jugendliche viel zu wenig Schlaf bekommen. Jeder fünfte Schüler schläft während der Woche weniger als sechs Stunden und fast jeder Zweite schläft am Wochenende mehr als neun Stunden. Dabei bräuchten gerade Jugendliche mehr Schlaf. Optimal wären neun bis zehn Stunden die Nacht. Früher Schlafen zu gehen ist hierbei jedoch auch nicht die perfekte Lösung. Das müde machende Hormon Melatonin wird ab dem zwölften Lebensjahr erst zu einer fortgeschrittenen Uhrzeit ausgeschüttet. Wir wollten also nicht nur aus Trotz spät ins Bett gehen – wir waren einfach noch nicht müde. Dass wir dann morgens nicht aus dem Bett kommen und auch in den ersten beiden Unterrichtsstunden kaum aufnahmefähig waren, verwundert noch weniger, wenn man beachtet, dass sich Schlafmangel auf den Körper auswirkt wie ein Alkoholrausch. Laut dem Co-Autor der Studie, Manfred Betz, fühlten sich knapp zwei Drittel der Befragten „tagsüber nicht ausgeruht und leistungsfähig.“ Dazu kommt, dass sie „verstärkt an gesundheitlichen Problemen wie psychischen Beschwerden, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden“ leiden.

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