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Weniger Arbeit ist mehr: Warum wir den 6-Stunden-Tag brauchen!

Die Schweden sind uns mal wieder einen Schritt voraus. Zwei Stunden weniger Arbeit, gleicher Lohn. Das soll die Produktivität fördern. Aber warum?

Ob Fail Compilation, lachende Babys, oder der 18. Facebook-Checkup für heute. Die Liste der Dinge, die man so auf der Arbeit mal nebenbei zur Ablenkung macht, ist echt lang. Da dauert’s schon mal lockere zehn Minuten, bis man die richtige Musik zum Artikel schreiben gefunden hat. Vom Texten bei Whatsapp mal ganz abgesehen.

Die Schweden beweisen uns aber nun: Diese Form chronischer Prokrastination muss nicht sein! Zumindest auf dem Arbeitsplatz kann man der „Aufschieberitis“ entgehen. Wie? Durch einen 6-Stunden Arbeitstag. Das hört sich ja erstmal traumhaft an, doch was hat es damit auf sich? In Schweden haben nun einige Firmen die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter von acht auf sechs Stunden reduziert, da dies angeblich die Produktivität der Mitarbeiter erhöhe. Weniger Zeit im Büro, dafür aber mehr aktive und erfolgsbringende Arbeit. Keine Zeit für Prokrastination und stattdessen mehr Freizeit im Anschluss.

 

Übeltäter Prokrastination

 

Das Ergebnis ist erstaunlich. Ein Beispiel dafür ist der App-Entwickler „Filimundus“, deren Mitarbeiter laut der Einführung der Sechs-Stunden-Tage nicht nur glücklicher und produktiver sind – was sich auch positiv auf die Gesundheit auswirken kann –, sondern auch eindeutig fokussierter, bestätigt CEO Linus Feldt der Fast Company. Das ist angesichts von Burnout-Debatten und chronischen Stress‘ gepaart mit Überforderung heutzutage ja sehr wertvoll. Die neue deutlich positivere Art der Angestellten wirkt sich auf das gesamte Arbeitsumfeld aus, sodass es weniger Konflikte und nervige Diskussionen gebe, so Feldt. Friede, Freude, Eierkuchen im Büro.

Wie erwähnt, ist einer der Gründe dafür die Prokrastination, die durch die längeren Arbeitstage bedingt ist. Kurz gesagt: Man hat genug Zeit für Katzenvideos und Co. Viel der verplemperten Arbeitszeit schleicht sich zudem ganz unbewusst ein: durch häufigere Klo-Gänge oder längere Kaffeepläuschchen.

Die Mathematiker und Wirtschaftswissenschaftler unter euch wollen Fakten sehen? Zahlen? Laut Metro hat sich der Profit des Toyota Kundenservices Göteborg durch die Stundenreduzierung um 25% erhöht. Nicht schlecht. Bleibt es also zu hoffen, dass sich so einige Arbeitgeber ein Beispiel daran nehmen, oder? Wink.

 

 

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