Selbstversuch: Neue Routinen in den Alltag integrieren

Neue Routinen zu etablieren fällt nicht immer leicht, kann einem aber gut tun, wenn man es geschafft hat. Bild: Pexels

Geregelte, selbstgekochte Mahlzeiten: Das klingt vielleicht lächerlich, aber für mich ist es alles andere als das. Denn ich beobachte immer wieder, dass mich entweder nur von semi-vertrauenswürdigen Imbiss-Gerichten ernähre oder einfach vergesse zu essen, wenn ich im Stress bin. Weil ich auch merke, dass das meinem Körper wirklich nicht guttut, will ich mindestens drei selbstgemachte Mahlzeiten pro Tag zu mir nehmen. Das heißt: Joghurt mit Müsli und Früchten zum Frühstück, etwas Warmes zum Mittag und Brot und Gemüse zum Abendessen.

Spazieren gehen: Auch frische Luft ist eigentlich wichtig, damit ich mich gut fühle. Aber an kalten Tagen vernachlässige ich es einfach immer, mich ausreichend zu bewegen und tatsächlich rauszugehen. Darum nehme ich mir umso fester vor, mindestens 30 Minuten pro Tag spazieren zu gehen – egal bei welchem Wetter. (Puh, ich hoffe wirklich, dass es in der nächsten Zeit nicht nur regnet!)

Uni: Leider lasse ich mich wahnsinnig leicht ablenken und neige dazu, zu prokrastinieren, bis eine Aufgabe sich wirklich nicht mehr aufschieben lässt. Ungünstig, denn ich muss in diesem Semester meine Bachelorarbeit schreiben. Da ich momentan Montag und Dienstag hier bei ZEITjUNG arbeite, möchte ich gern Mittwoch bis Freitag für die Uni nutzen und wirklich konzentriert arbeiten.

Ein paar Wochen später… Hat’s geklappt?

Ich habe in den letzten Wochen versucht, die Dinge durchzuziehen, die ich mir vorgenommen habe, und die Ergebnisse waren… naja, durchwachsen. Beginnen wir mit dem, was gut lief. Tatsächlich habe ich das mit den geregelten Mahlzeiten ganz gut hinbekommen. Zum Glück habe ich mich schnell daran gewöhnt, wieder mehr zu kochen, und auch mein Körper hat nicht mehr so stark nach Döner oder Domino‘s verlangt, als ich ihn einmal daran gewöhnt hatte, dass es ab jetzt gesündere, selbst zubereitete Mahlzeiten gibt.

Was mir auch ziemlich leichtgefallen ist, war das Lesen – also täglich etwas Zeit in die oben erwähnte App Blinkist und somit in Fachbücher zu investieren. Fühle ich mich jetzt gebildeter? Ein bisschen ehrlich gesagt schon! Man muss also nicht immer gleich Bäume ausreißen, um einen kleinen Effekt zu erzielen. Ich habe mir dafür vielleicht 15 Minuten täglich Zeit genommen.

Nachdem ich es eine ganze Weile vor mir hergeschoben habe, konnte ich mich vor etwa einer Woche auch endlich dazu durchringen, mit der Recherche für die Bachelorarbeit anzufangen. Mittlerweile habe ich zumindest ein Thema und bin gerade dabei, den Forschungsstand aufzubereiten. Auch hier gilt also: kein besonders herausragendes Ergebnis, aber besser als nichts. Es ist immerhin ein Anfang!

Ein Freigeist in Freiheit. Ich bin verliebt in den Sommer und schöne Worte. Wenn ich nicht gerade schreibe, sitze ich wahrscheinlich mit einem Roman irgendwo am Wasser. Oder auf alten Zeitungen, um jede Menge Farbe auf unbeschriebene Blätter zu klatschen. Aber am allerliebsten lebe ich: la vida loca!