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Unbefriedigend: Sexspielzeug bei Stiftung Warentest

Da ist bisher niemand darauf gekommen? Plumper Wortwitz, ernstes Thema. Stiftung Warentest erklärt nur 3 von 18 Sexspielzeuge für schadstofffrei.

2019? Ich meine, wie lange gibt es Sexspielzeuge auf dem Markt? Möchte man der im Vorfeld zu diesem Text stattgefundenen Recherche vertrauen, geht das Ganze bis ins Steinzeitalter zurück. Und wir kommen jetzt erstmals auf die grandiose Idee, die Orgasmus-Hilfen einem professionellen Test zu unterziehen? Wow… Während für jede scheiß Fertigpizza wöchentlich neue Ergebnisse zu Geschmack, Verträglichkeit, Nährwert und Co. kundgetan werden, lag unser Vibrator bisher wohl auch im wissenschaftlichen Bereich in der hinterletzten Schublade.

 

Das erste Mal

 

Jetzt war es also so weit: Die Stiftung Warentest hatte ihr erstes Mal – mit Sexspielzeug. Getestet wurden insgesamt 18 Vibratoren, Liebeskugeln und Penisringe. Dafür wurde alles ins Labor geschickt und dort einem gründlichen Test unterzogen – vor allem im Bezug auf mögliche Schadstoffe. Und hier lauert dann auch schon das mehr als ernüchternde Ergebnis: Nur drei der achtzehn untersuchten Sexspielzeuge waren komplett frei von Schadstoffen. Und das gilt leider absolut nicht nur für die Billigware. Die Preisspanne lag zwischen 6,50 Euro und schlappen 165 (!) Euro. Insgesamt hat’s im Zeugnis Noten gehagelt, die jeden geplanten Übertritt auf eine weiterführende Schule im Keim ersticken würden. Fünf mal gibt’s die fünf und damit ein mangelhaft, weil kritische Stoffe in sehr hohen Mengen gefunden wurden. Unter anderem einen Weichmacher, der unfruchtbar machen und Krebs erzeugen können.

 

Bewertet wird nur die Befriedigung

 

Auch so ein Problem: Das Netz bewertet die Toys natürlich fleißig, aber logischerweise eher die Funktionsweise und die Frage aller Fragen, ob’s denn hält, was es verspricht. Aber niemand ist darüber informiert, was so alles drinsteckt im Material unserer, wie die Stiftung Warentest sie liebevoll tauft, „Bettgefährten“. Wie auch? Es gibt ja eben kaum Untersuchungen, wie die der Stiftung Warentest und die hat bis zur Umsetzung auch ein schönes Weilchen vergehen lassen. Wir Verbraucher haben also so gut wie keine Anhaltspunkte für die Sauberkeit unseres Sexspielzeugs. Und das, obwohl die Geräte in intensivem Kontakt mit unseren empfindlichen Schleimhäuten stehen. Also Augen auf bei der nächsten Bestellung von „Druckerzubehör“. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

 

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Bildquelle: Pexels unter CC0 Lizenz

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