Street Art in Zeiten von Corona

Krankenschwester mit Maske

„Hilft Probleme zu ertragen“

Auch Spaniens Hauptstadt ist an der Pandemie nicht vorbeigekommen. Wie in vielen anderen Städten mussten die Madrilenen im Frühling und Herbst 2020 in den eigenen vier Wänden bleiben. Nur für wichtige Besorgungen durfte man mal an die frische Luft. Ernesto Muñiz nutzte diese Wege um seine Kunst anzubringen. „Diese Werke sind vor allem eine Erinnerung daran, dass wir uns in einer Pandemie und einer ganz besonderen Phase unseres Lebens befinden“, erzählt Muñiz auf dw.com. „Wir müssen uns dessen bewusst sein, aber auch ein bisschen Schönheit und Hoffnung in den Straßen Madrids hinterlassen.“ Nach dem großen Erfolg seiner Corona-Interpretation der Jungfrau Maria, arbeitet Muñiz bereits an einer Folgecollage. „Gott sei Dank habe ich die Kunst. Sie hilft sehr, jede Art von Problemen zu ertragen. Außerdem bin ich ohnehin niemand, der viel ausgeht. Hier zu sein (in Muñiz Atelier in Madrid, Anm. d. Red.) bedeutet also ständig Kunst zu machen, ohne die Sorge draußen sein zu müssen. Ich glaube, das hat mir viel Zeit gegeben, kreativ zu sein. Ich habe unheimlich viel gearbeitet.“

Muñiz‘ „Coronavirgin“ in Madrid, Foto: Gregory Zäch

Fußballfan mit musikalischer Dauerbeschallung, wenn nicht gerade selbst am Klavier oder der Gitarre. Eigentlich ein geselliger Typ, der aktuell aber auch seine Liebe für Bücher und exzessiven Netflix-Konsum entdeckt.