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Studie: Warum bekommen wir vor dem Schlafen Hunger?

Man liegt im Bett. Die Augen schreien schon verzweifelt nach Schlaf. Dein Magen hat aber noch einmal so richtig Bock. Eine Studie erklärt warum.

Alles erledigt. Zähne geputzt und fürs Bett umgezogen. Wir schmeißen uns auf die Matratze und freuen uns auf ein paar Stunden Schlaf. Plötzlich hört man eine Stimme. Es ist nicht die Freundin oder der Freund neben uns. Die Mitbewohner sind es auch nicht. Nein, es ist unser Gehirn, das so gar keine Lust auf Schlafen hat. Und der Magen wird auch direkt zu dieser Rebellion überredet.

„So eine ganze Schwarzwälder-Kirschtorte wäre jetzt richtig geil. Dazu noch eine Pizza und eine Flasche Sprühsahne!“ Eine Sekunde später steht man dann auch schon in der Küche und schiebt sich alles in den Kaubereich rein, das zu finden ist. Ganz wichtig dabei: Dein Magen hat um Mitternacht herum natürlich immer nur die Nahrungsmittel im Sinn, die auch die höchsten Kalorienzahlen vorweisen können. Was ist eigentlich mit mir falsch? So lautet am nächsten Morgen die Frage, wenn man den leeren Kühlschrank öffnet und später im Badezimmer sein Gewicht auf der Waage begutachten darf. Die Brigham Young University hat sich mit dem Thema befasst und eine Studie erstellt.

Die Teilnehmer wurden über den Tag verteilt immer mal wieder mit Bildern von Essen konfrontiert. Vor allem bei den „normalen“ Essenszeiten. Die Gehirnreaktion der Menschen wurde anhand eines MRT an Monitore geworfen. Dabei kam heraus, dass die Gehirnteile, die für ein Sättigungsgefühl zuständig sind, abends und nachts weniger aktiv sind. Dadurch merkt der Körper einen Überkonsum nicht. „You might over-consume at night because food is not as rewarding, at least visually, at that time of the day. It may not be as satisfying to eat at night so you eat more to try to get satisfied“, so Travis Masterson bei siencedaily.com. Der nächste Schritt der Studie wird sich damit befassen, wie stark das Ausmaß dieses Gehirnverhaltens auf das menschliche Konsumverhalten von Nahrungsmitteln ist. Diese Untersuchung könnte helfen, die Ernährungsberatung mancher Menschen ganz bestimmt voranzutreiben und den Konsum in eine positive Richtung zu bringen.

Also, wenn ihr euch nachts den Bauch vollschlagt, dann ist nichts mit euch falsch. Unser Gehirn hat einfach die Macht über uns!

 

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Bildquelle: Flickr/CharieWhite

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