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Digitale Beziehungspflege: Wie Facebook unsere Freundschaft stärkt

Wir teilen Inhalte auf Facebook, Twitter und Co., um uns in ein möglichst positives Licht zu rücken. Doch laut einer Studie gibt es auch ganz andere Gründe.

Eigentlich ist sie ganz einfach, die Formel zum Glücklichsein. Ein kleines bisschen Bestätigung, Zuneigung und Anerkennung – und plötzlich fühlen wir uns quicklebendig. Auch deshalb kann ein einziger Facebook-Like oder ein zusätzlicher Instagram-Follower Wunder bewirken: Diese kleine Geste der Bewunderung wirkt wie ein Kick, der uns süchtig macht nach der ständigen virtuellen Selbstdarstellung.

 

Wir posten, um Beziehungen zu pflegen

 

Doch eine Yahoo-Studie hat nun herausgefunden, dass wir uns auf sozialen Netzwerken nicht nur in ein möglichst positives Licht rücken wollen. Wir teilen Inhalte auch deshalb, um gezielt Beziehungen und (möglicherweise eingestaubte) Freundschaften zu pflegen. Tatsächlich hat das Inhalts-Sharing mittlerweile eine wichtige, soziale Funktion. Die Studie wurde von dem Marktforschungsunternehmen „The Source online“ durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden medienaffine Briten im Alter von 16-44 Jahren befragt. Alle Probanden sind auf mindestens zwei der Plattformen Twitter, Instagram, Tumblr und WhatsApp aktiv und teilen Inhalte überwiegend mobil, also per Smartphone oder Tablet.

Die Ergebnisse zeigen, dass Listen und Artikel mit besonders reißerischen Überschriften am häufigsten geteilt werden. Außerdem sharen 39 Prozent der Befragten gleich mehrmals am Tag. Natürlich auch, um sich virtuell zu profilieren: 56 Prozent gaben an, dass sie vor allem deshalb posten, um Likes zu erhalten und ihre Haltung darzustellen.

 

Im Netz werden Freundschaften gerettet

 

Doch 46 Prozent der Befragten nannten andere Motive für ihr Handeln. Sie teilen Inhalte vor allem, um Freunde zu unterstützen und Beziehungen zu pflegen. Und wieder 43 Prozent teilen Inhalte, um andere mit ihren Posts zu erfreuen. Eine weitere Studie der New York Times, bestätigt, dass Menschen Inhalte posten, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, die sie sonst verlieren könnten.

Auch die Untersuchung „Yahoo – Social Referrals“ ergab, dass es den meisten völlig egal ist, ob viele Menschen ihren Post sehen oder nicht. Drei von vier Befragten (72 Prozent) gaben an, Inhalte bevorzugt nur mit einer Person oder einem kleinen, ausgewählten Kreis an Leuten zu teilen. Vielleicht sind wir ja doch nicht so like-geil, wie ältere Generationen es uns immer wieder weismachen wollen.

 

 

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Bildquelle: William Iven unter cc0 1.0

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