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Mann, oh Mann: Diese Studie zeigt, dass Männer häufiger lügen als Frauen

Männner lügen öfter. Dies ist mit einer neuen Auswertung von zahlreichen Studien nun offiziell bewiesen. Kleiner Fact für zwischendurch.

Tischler Kirsch wollte eines Tages ein Holzscheit bearbeiten, als es plötzlich anfing zu sprechen. Vor lauter Angst legte er das Stück Holz sofort beiseite und schenkte es seinem Freund, dem Tischlermeister Gepetto. Der war begeistert und begann sofort damit, eine Puppe zu schnitzen. Das geschnitzte Werk erwachte zum Leben und wurde zum frechsten Jungen, den die Welt gesehen hatte. Sein Name war Pinocchio und sein größtes Markenzeichen war das Lügen. Dumm nur, wenn dabei jedes Mal die Nase wächst. Warum wir euch heute an eine der beliebtesten Kindergeschichten erinnern? Ausnahmsweise nicht, um in nostalgischen Erinnerungen zu schwelgen.

 

Achtung: Schwindelalarm!

 

Das Ganze hat wissenschaftliche Gründe. Eine umfassende Auswertung von weit mehr als 500 Studien hat ergeben, dass Kerle öfter lügen als Frauen. Verschiedene Spiele, bei denen es ein Leichtes war die Unwahrheit zu sagen, haben zu diesem Ergebnis geführt. Die Probanden der Studien sollten beispielsweise eine Münze werfen. Die Teilnehmer schmeißen die Münze und geben selbst in einen Computer ein, was sie sehen. Der Anreiz? Natürlich Kohle. Bei Kopf gibt’s Belohnung in Geldform, bei Zahl gibt’s nix. Wird ein solcher Versuch oft genug durchgeführt (kleiner Flashback in die Stochastik – gern geschehen), dann sollte das Verhältnis zwischen den beiden Seiten der Medaille 50:50 sein. Aber nur, wenn nicht geschwindelt wird. Und wann wäre das bitteschön leichter, als in trauter Zweisamkeit mit einer Münze? Da kann es schon gefährlich werden. Tatsächlich war es für beide Geschlechter äußerst verlockend. 38 % der Frauen und 42 % der Männer haben geschwindelt, wenn’s drauf ankam.

 

Jugendlicher Leichtsinn

 

Dass Männer häufiger einmal die Unwahrheit sagen, ist damit (wenn auch nur minimal) bestätigt. Außerdem war auffällig, dass das Alter eine Rolle spielt. Ein 20-Jähriger hat, Achtung: eine Wahrscheinlichkeit von 47 % für die metaphorische lange Nase, während sich ein 60-Jähriger nicht mehr so oft die Mühe macht, einen möglichst überzeugenden Schwindel vom Stapel zu lassen (nur 36 %). Klar, Lügen finden wir erst einmal mies. Andererseits ist’s hier doch ähnlich wie beim Pornoschauen. Jeder macht’s, aber keiner (oder die wenigsten) geben es zu. Wir alle lügen mehrmals am Tag, völlig egal, welches Geschlecht. Trotzdem ein netter Fact, der bei der nächsten Party (besser nicht in der nächsten Beziehungskrise) gedropped werden kann.

 

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

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