ZEITjUNG

Tag-der-Jugend-Umfrage

Straßen-Umfrage: Was haben deine Eltern in deinem Alter gemacht?

Von Catharina Prott und Julia Niedermeier

 

Heute ist Tag der Jugend – ein Tag, an dem wir uns endlich mal wieder selbst feiern können. Und das nicht zu knapp, schließlich befinden wir uns gerade mitten in der Blüte unseres Lebens. Während wir diese Phase meistens relativ unbedacht durchleben, bekommen unsere Eltern und Großeltern direkt funkelnde Augen, wenn sie wieder einmal Storys aus ihrer Jugend auspacken können. Noch einmal jung sein – das wünscht sich doch irgendwie jeder Ü40er. Die Zeit der Jugend ist eine faszinierende, so viel steht fest.

 

Gibt es ein Ablaufdatum für die Jugend?

 

Sätze wie „30 ist das neue 20“ halten die Illusion der ewigen Jugend aufrecht. Der Anfang und das Ende der Jugend sind dementsprechend schwierig zu definieren. Der Großteil von uns macht es einfach wie Peter Pan und versucht es erst gar nicht mit dem Erwachsenwerden. Während wir gemütlich durch die Welt tingeln, weiterhin auf die absolute Erfüllung hoffen und uns darauf vorbereiten irgendwann in ferner Zukunft flügge werden, hatten unsere Eltern in jungen Jahren schon einen ziemlich abgesteckten Plan vom Leben: Wohnort, Partner und Beruf waren für die darauffolgenden 10 Jahre sicher. Hatten unsere Eltern also ein Ablaufdatum für die Jugend?

 

Was haben deine Eltern in deinem Alter gemacht? ZEITjUNG hört sich um

 

Sicher hat jeder von uns schon einmal den Satz „In meinem Alter hatten meine Eltern schon…“ in den Mund genommen. Frei nach diesem Motto ist ZEITjUNG in die Münchner Innenstadt gezogen und hat sich ein paar Geschichten erzählen lassen.

 

Lisa Marie (28)

„In meinem Alter hat meine Mama schon ihr drittes Kind erwartet. Ich erwarte gerade mein erstes.“

 

Helga (65)

„Ich habe genauso viel erlebt wie die Jugendlichen heute auch: Spaß gehabt, Tanzen gegangen und so etwas. Ja gut, ein Handy und so ein Technikzeug hatten wir nicht. Es war auch kameradschaftlicher. Wenn man sich verabredet hat, dann war man auch wirklich da und hat nicht noch kurz vorher abgesagt. Wir waren einfach zuverlässiger und dadurch waren die Freundschaften auch inniger. Ich bin jetzt 65 und habe immer noch den gleichen Freundeskreis. Wir haben unsere Kinder alle zusammen bekommen, die sind alle miteinander aufgewachsen und wir treffen uns heute noch regelmäßig.“

 

Philipp (21)

„Ich genieße heute mein entspanntes Studentenleben. Meine Eltern haben dagegen schon mit 16 angefangen, auf dem Hof zu arbeiten.“

 

Julia (52) aus Bristol

„Ich habe in London studiert. Ich habe Kinder im Alter von 18 und 20 und wenn ich da so den Vergleich ziehe, merke ich, dass ich auf jeden Fall öfter zu Hause geblieben bin. Samstagabends war ich ab und zu unterwegs, aber ich kam auch niemals so spät wie meine Kinder nach Hause. Die stolpern ja immer erst so gegen 6 Uhr morgens in unser Haus rein. Aber das lag auch unter anderem daran, dass in meiner Heimatstadt in Südengland die Bus- und Bahnverbindungen sehr schlecht waren. Wir konnten gar nicht so oft in die Stadt fahren wie es meine Kinder hier in München machen. Zu meiner Studentenzeit in London war es dann natürlich ein bisschen anders, aber ich gehöre nicht zu denen, die wirklich früh geheiratet haben. Mit meinem derzeitigen Mann war ich 10 Jahre so zusammen, erst dann haben wir geheiratet. Wir kamen aber schon sehr früh zusammen, ich war 17. Mein erstes Kind habe ich trotzdem erst mit 32 bekommen.“

 

Nele (25)

„Meine Mutter beneidet mich besonders dafür, dass ich so viel Reise

 

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