Kann Technik die Erderwärmung stoppen?

Klimawandel

Nach der jüngsten Veröffentlichung des IPCCs zufolge kommt die bereits erteilte Hiobsbotschaft 10 Jahre früher. Die Erde erwärmt sich schneller als bisher vermutet. Die damit verbundenen Konsequenzen sind fatal. Und daran schuld ist der Mensch. Regelmäßig wertet der Klimarat den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand aus und fasst das Ergebnis der rund 14.000 Studien in einem Bericht zusammen. Demnach wird sich die Erde bereits 2030 um 1,5 Grad erwärmen, wenn wir so weiter machen wie bisher. 2018 ging der IPCC in einem Sonderbericht noch davon aus, dass dies erst 2040 geschehen soll. Die Messungen sind alarmierend, jedoch besteht auch Grund zur Hoffnung. Noch können wir etwas tun, das Ruder herumreißen und der Katastrophe entgegensteuern. Die Frage ist nur wie?

Etwa 36,4 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid (Stand 2019) stoßen wir Menschen jährlich aus. Im Gesamtvergleich erscheinen die menschengemachten CO2-Emissionen zwar relativ klein und machen gerade einmal drei bis fünf Prozent des weltweit produzierten Kohlenstoffs aus. Jedoch sind es genug, um das empfindliche Klimasystem derart durcheinanderzubringen, dass sich die Erde schon in 10 Jahren um 1,5 Grad erwärmen wird.

Bei der Energiegewinnung auf erneuerbare Energien, wie etwa Wind -und Wasserkraft, sowie Solartechnik zu setzen, ist der eine Weg, um die Klimaziele doch noch zu erreichen. Aber – und das geht auch aus dem IPCC-Bericht hervor – reicht das nicht aus. Das CO2 muss gleichzeitig aus der Atmosphäre entfernt werden.

Die vielversprechendsten Methoden zur CO2-Absaugung und Speicherung:

Der Wald – ein Dauerbrenner

Durch Aufforstung könnten große Mengen an CO2 gebunden und gleichsam aus der Atmosphäre entfernt werden. So geht aus dem nationalen Waldgipfel hervor, dass allein die Waldflächen in Deutschland etwa 62 Millionen Tonnen Kohlenstoff und damit etwa sieben Prozent der Emissionen speichern. Noch mehr Waldflächen wären hier ein guter Ansatz und weltweit auch umsetzbar, jedoch allein auf Deutschland bezogen eher schwer zu realisieren. Denn Deutschland ist dicht besiedelt und ein anderer großer Teil wird von der Landwirtschaft genutzt. Viel bleibt also nicht übrig. Global gedacht, hätte eine weltweite Aufforstung das Potenzial mindestens 15 Prozent des menschengemachten Kohlenstoffs zu binden. Gleichzeitig müssen intakte Wälder geschützt werden. Das Ziel sollte also sein, das zu erhalten, was schon da ist und weitere Flächen wieder aufzuforsten.

Aufforstung der Meere

Gleiches gilt für die Ozeane, die jährlich circa ein Viertel des von uns produzierten Klimagases aufnehmen und der Atmosphäre entziehen. Durch Übersäuerung, Überfischung und Verschmutzung stören wir jedoch tagtäglich ihre Funktion als CO2-Senken. Phytoplankton vermehrt sich nicht mehr so zahlreich und infolgedessen wird die Photosynthese-Leistung dieser Algen reduziert. Die Kohlenstoffaufnahme der Meere wird dadurch eingeschränkt und nur noch bedingt fortgeführt. Die Meere zu schützen, sollte deshalb eine der vordersten Prioritäten beim Klimaschutz sein.

Als Bücherwurm das Licht der Welt erblickt, verzehrt sie auch heute noch Kästner, Precht und Heidegger zum Frühstück. Auf der Suche nach der perfekten Metapher treibt sie das Fernweh in die schönsten Schlupfwinkel der Erde. Wenn sie nicht schreibt oder liest, findet man sie in den Bergen, beim Klettern, oder auf ihrem Pferd durch die Großstadtprärie reitend.