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11 Fragen, 11 Antworten: Was geht eigentlich gerade in Sachen Club-Kultur, Brane & La Staab?

München bedeutet Bier und Oktoberfest. Aber wie sieht eigentlich das Nachtleben der bayrischen Hauptstadt aus? Geht hier auch alles sauber und geordnet zu? [sponsored]

Die Münchner sind vor allem für ihren Bierkonsum und das Oktoberfest weltweit bekannt. Doch wie sieht eigentlich das Nachtleben der bayrischen Hauptstadt aus? Geht hier auch alles sauber und geordnet zu?

Wir haben mit zwei Menschen gesprochen, die in der deutschen Club-Szene zuhause sind. Branimir Peco und Tobias Staab findet man meistens im legendären Blitz-Club in München. Branimir ist Gründungsmitglied und Mitbetreiber des Clubs. Tobias, den man eher unter dem Alias „La Staab“ kennt, ist einer der Blitz-Residents und arbeitet zusätzlich als Kurator in den Bereichen bildende Kunst, Theater, Tanz und Musik. Beide arbeiten schon seit über 15 Jahren zusammen und stehen mit vollem Herzen hinter ihrem Projekt.

 

Ein Hype, der bleibt.

 

Seit über einem Jahr gibt es den Blitz-Club in der bayrischen Hauptstadt. Dass München die Eröffnung eines solchen Clubs mehr als sehnsüchtig erwartet hatte, sah man spätestens an der Eröffnungsnacht. Denn bereits kurz nachdem die Clubtüren geöffnet wurden, war die maximale Besucheranzahl auch schon überschritten. Statt den genehmigten 800 Personen, quetschten sich ganze 1500 Menschen in die neue Location. Letztendlich musste sogar die Polizei anrücken, da sich auf der Museumsinsel noch immer unglaublich viele Menschen tummelten.

Der Hype lies nach, aber die Absperrungen und Menschentrauben vor den Türen des Blitz‘ sind heute nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder, denn im Blitz wird sehr viel Wert auf Qualität gelegt. Und hohe Qualität lockt immer Leute an, die genau danach suchen. Schließlich klingen coole Sets von aufstrebenden Künstlern über rauschende Boxen nur halb so gut. Dieser Qualitätsanspruch der Betreiber hat ihnen zurecht zu viel Fame verholfen. Und jetzt findet sogar die Telekom Electronic Beats Clubnight bei ihnen statt.

 

Feiert mit – bei der Telekom Electronic Beats Clubnight am 31. März!

 

Die Telekom Electronic Beats ermöglichen es jungen, aufstrebenden Künstlern und musikinteressierten Clubgängern, mal etwas Neues auszuprobieren. In tollen Venues in verschiedensten Städten veranstalten sie Clubnächte, an denen der Bass wummert und die Tanzfläche vibriert. Jetzt sind sie endlich wieder in München und haben sich hierfür im legendären Blitz-Club eingenistet.

Am Samstag, den 31.März, könnt ihr dort auf feinste Elektro-Beats abgehen. Mit dabei sind Glaskin, Sedef Adasi und La Staab, die euch mit ihren Sets mit Sicherheit in den siebten Elektro-Himmel befördern werden. Wir verlosen 1×2 Gästelistenplätze für dieses Event. Was ihr dafür tun müsst, erfahrt ihr am Ende des Artikels.

 

1. Der Start des Blitz war krachend und von einem krassen Hype geprägt. Wie hat das Blitz eurer Meinung nach die Elektro-Szene in diesem kurzen Jahr verändert?

Branimir Peco: Die Kurzfassung – Wir sind angekommen. Die Frage ist immer, was kommt nach der Hysterie. Am Ende setzt sich Qualität immer durch. Wir leben das Ganze und stehen wirklich dahinter. Schon vor der Eröffnung haben wir sehr auf Qualität geachtet und können jetzt im internationalen Vergleich mithalten. Es würde mich also wundern, wenn das Blitz keinerlei Veränderung gebracht hätte.

Tobias Staab: Das Blitz hat von Anfang an extrem qualitatives Booking gemacht und einen großen Wert auf die Soundanlage gelegt. Anfangs kamen die Leute für den Hype, aber mittlerweile kommen sie für das was wirklich zählt – die Musik.

 

2. Was erwartet uns bei der Telekom Electronic Beats Clubnight am 31. März im Blitz?

Branimir Peco: Tobias wird auflegen. Außerdem haben wir die Jungs von Glaskin und Sedef Adasi.

Tobias Staab: An diesem Abend geht es vor allem darum, mal einen Blick auf München zu werfen. Was passiert da und welche Musik wird eigentlich von den Münchnern gespielt? Das ist ein Aufhänger, für den der Blitz-Club am Ende auch steht. Gerade die Jungs von Glaskin begleiten wir seit Jahren. Sie waren jung, talentiert und haben Tracks produziert. Mittlerweile sind sie bei Scubas Hotflush untergekommen und haben sich sogar ein internationales Renommee aufgebaut.

 

Hier gibts noch mehr Details zur Telekom Electronic Beats Clubnight!

 

3. Welche musikalische Mischung dürfen wir von dir und den anderen Artists erwarten?

Tobias Staab: Die Basis ist Techno. Aber ich versuche bei meinen Sets immer so wenig gradlinig und linear wie möglich aufzutreten. Ich mische also auch mal abstraktere Dinge mit rein. Man soll sich nicht auf den Vierviertel Takt verlassen, sondern wird auch mal überrascht, indem Rhythmus und Tonalität immer wieder wechseln. Bei den Glaskin Jungs ist das ähnlich, obwohl sie viel schneller und härter als ich spielen.

Branimir Peco: Und dann gibt es noch Sedef Adasi, ein DJ aus Augsburg. Sie wurde uns von verschiedenen Bekannten immer wieder empfohlen. Irgendwann bin ich durch Zufall auf die Tracklist eines Mixes gestoßen. Also habe ich reingehört und fand das sehr ansprechend. Das Event am Samstag ist dann ihre Premiere im Club.

 

4. Warum ist die Telekom Electronic Beats Clubnight nicht nur was für Elektro-Nerds? Warum werden auch Leute wie ich, die nur hin und wieder Elektro hören, einen nicen Abend haben?

Branimir Peco: Weil die Musik an diesem Abend, speziell die von Tobi, nicht nur einem Genre angehört. Klar ist es elektronisch, aber es geht über den Tellerrand hinaus, hat einen Avantgarde-Ansatz. Diese Sets sind eine Club-Erfahrung. Das ist keine Aneinanderreihung von Schallplatten, wie man es von anderen DJs ja auch in Bars zu hören bekommt, sondern ein großes Ganzes.

Tobias Staab: Generell geht es ja uns allen darum, auch Leute abzuholen, die nicht nur auf Techno-Partys gehen. Ich verstehe diese Events im Blitz immer als Einladung. Man bekommt etwas Tolles präsentiert – in einer wunderbaren Soundqualität. Die Idee ist immer, dass man vielleicht mit Musik in Kontakt kommt, die man nicht unbedingt Zuhause beim Geschirrspülen hört, die aber in einem Kontext wie dem Blitz-Club einen ganz anderen Sinn ergibt.

 

5. Im Blitz sind Handykameras untersagt. Wie verändert es den Abend, wenn die Aufmerksamkeit des Publikums tatsächlich nur auf der Musik liegt?

Tobias Staab: Ich halte das für eine gute Idee. Man muss den Leuten in München einfach verbieten die ganze Zeit Fotos zu machen. Gerade so einen Abend im Blitz kann man einfach nicht filmen. Und wenn doch, dann ist zum einen die Aufmerksamkeit in diesem Moment weg und zum anderen kann man so eine Erfahrung nicht mit Videos festhalten. Außerdem schafft das Kameraverbot einen Raum von Freiheit. Wenn man in einen Club geht, will man sich anders benehmen, als montags im Büro. Ständig filmende und fotografierende Kameras verhindern das.

Branimir Peco: Der Vibe ist einfach ein anderer. Wenn Kameras erlaubt sind, gibt es immer Leute, die sich und auch die anderen Clubgänger filmen. Oder im schlimmsten Fall die Kamera auf den DJ beim Auflegen halten. Und das ist für niemanden angenehm.

6. München hat nicht gerade den Ruf, Stadt der Künstler zu sein. Kämpft man auch als DJ oder Club-Betreiber damit oder stimmt das Klischee etwa gar nicht?

Tobias Staab: Es hat ganz simple Gründe, warum München zur Zeit keine Künstler-Stadt sein kann. Die Mieten sind viel zu teuer. Das Umfeld wird durch finanziellen Background diktiert. Wenn ich junger aufstrebender Künstler wäre, der sich verwirklichen will, dann würde ich garantiert nicht nach München ziehen. Denn dann kann ich keine Kunst machen, weil ich damit beschäftigt bin, mein WG-Zimmer für 600€ / Monat zu bezahlen. Außerdem gibt es eine Strukturschwäche an Institutionen, die jungen Künstlern überhaupt eine Plattform bieten.

Branimir Peco: Man muss wirklich ein Netzwerk haben, um an Studioplätze oder Ähnliches zu kommen. Und man nimmt, was man kriegen kann. Deswegen stehen wir, also Künstler, Produzenten und Clubbetreuer, uns hier auch so nah. Da wird die Konkurrenz erst mal kurz ausgeblendet und alle helfen zusammen, um etwas auf die Beine zu stellen. Man kann sich später noch Gedanken machen, wer den größten Teil vom Kuchen abbekommt. Denn wenn es gar keinen Kuchen gibt, können wir uns darüber auch nicht mehr streiten.

 

7. Elektronische Musik ist überall. Elektro-Einflüsse haben es sogar in den Schlager geschafft. Eröffnet euch das neue Chancen oder betrachtet ihr das eher mit einem Bauchgrummeln?

Branimir Peco: Ich glaube, das kann man gar nicht aufhalten. Heutzutage ist alles digitalisiert, das Repertoire ist einfach viel größer, und das ist auch schön so, weil jeder aus dieser Weite schöpfen kann. Und so kann eben auch der Schlager darauf eingehen.

Tobias Staab: Ich sehe immer mehr, dass sich elektronische Ästhetiken überall ausbreiten. Hip Hop ist zum Beispiel viel elektronischer geworden, genauso das, was früher einmal Indie hieß. Diese neuen Hybridformen finde ich spannend.

 

8. Was ratet ihr jungen DJs, die gerade den ersten Schritt in die Karriere gewagt haben, und als Ziel haben, die Musik zum Beruf zu machen?

Branimir Peco: Erst üben, dann Pressefotos machen. Die Musik kommt zuerst. Junge DJs wollen so schnell wie möglich fame sein und Geld verdienen, aber das ist einfach der falsche Ansatz. Dann bist du eine Jukebox und kein Künstler.

Tobias Staab: Das klingt schon ziemlich negativ. Momentan keimen schon sehr viele interessante Sachen auf. Künstler, junge Leute, die abseits von kommerziellen Strukturen arbeiten. Ich finde vor allem die Vielfalt, die derzeit vorherrscht, persönlich sehr spannend.

 

9. Wie beurteilt ihr die aktuelle Verfassung der elektronischen Musik in Deutschland?

Branimir Peco: Es gibt so viel tolle Musik zu hören, da kommt man gar nicht richtig hinterher. Mit diesen Medien kann man sich ausdrücken und auch Stellung beziehen, und das ist wahnsinnig wichtig.

Tobias Staab: Genau, es ist nicht mehr alles so eurozentristisch und heterosexuell, es gibt viel mehr Perspektiven und die verschaffen sich Stimmen.

 

10. Was haltet ihr von der Entwicklung, dass Vinyl wieder hip ist?

Tobias Staab: Das ist toll. Vinyl ist einfach die schönste Art und Weise, um Musik zu hören. Ich selber bin zugegebenermassen etwas faul geworden in den letzten Jahren, so dass ich eher mit einem USB-Stick ankomme. Das ist einfach praktischer und komfortabler beim Reisen, aber ich bewundere alle, die an dieser Vinyl-Kultur festhalten.

Branimir Peco: Ich liebe meine Plattensammlung sehr und zahle auch gerne mehr dafür, wenn es was Besonderes ist. Aber grundsätzlich ist es fürs Auflegen eher nicht geeignet, weil in den meisten Clubs das Setup nicht dafür gemacht ist.

 

11. Darf man sich erst DJ nennen, wenn man mit Vinyl auflegt?

Tobias Staab: Naja, ich selber habe ganz lange versucht das Vinyl-Ding aufrecht zu erhalten und bin erst spät auf CDs umgestiegen. Aber ich muss sagen, wenn man gelernt hat, mit Platten aufzulegen, bekommt man es auch digital hin. Bei Vinyl muss man einfach viel mehr arbeiten, was schön ist, denn es gibt diese taktile Verbindung zu etwas Mechanischem.

Branimir Peco: Da schließe ich mich an. Man arbeitet bei Vinyl mit dem Tonträger und nicht mit einer Sekundenanzeige, einem Plastikteil. Man schätzt dann die Platte einfach mehr.

 

Wer definitiv auch mit Platten angefangen hat, ist die Techno-Legende DJ Hell. Und wie es der Zufall so will, hat es eben diesen vor einiger Zeit zu uns in die Schreinerei verschlagen, wo er die erste Folge des neuen Electronic Beats Podcasts aufnahm. Hört mal rein:

 

Gewinnt 1×2 Gästelistenplätze für die Telekom Electronic Beat Clubnight im Blitz!

 

Einfach bis Donnerstag (29.03.2018) um 10 Uhr unter diesem Facebook-Post kommentieren und die Begleitung deiner Wahl verlinken. Zum Beispiel so: „Tanz mit mir, @MaxMustermann “. Die Gewinner werden von uns über Facebook benachrichtigt. Hier findest du alle Teilnahmebedingungen und Datenschutzhinweise im Detail.

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