Urteil: Transgender-Verbot in der US-Army

Die US-amerikanische Regierung darf bis auf Weiteres transidenten Personen die Aufnahme in die Army verbieten. Das entschied diese Woche der Oberste Gerichtshof in Washington auf einen Eilantrag des Justizministeriums. Damit bestätigen sie eine Entscheidung von Donald Trump. Die Entscheidung der Richter war knapp: fünf Richter stimmten für den Ausschluss, vier dagegen. Das Verbot gilt jetzt solange, bis die Berufungsgerichte ihr Urteil fällen.

Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte es Transgendern ermöglicht, in der Armee zu dienen ohne dabei ihre eigentliche Identität verbergen zu müssen. Die Armee sollte auch die Kosten für Operationen und Hormontherapien übernehmen, die es den Leuten ermöglicht, ihr Geschlecht zu ändern.

Das galt vorerst nur für Soldatinnen und Soldaten, die bereits in der Armee waren. In einem weiteren Schritt sollte es auf Auszubildende ausgeweitet werden. Trump wollte das rückgängig machen und begründete seine Entscheidung damit, dass es eine Belastung für das Militär sei. Gerichte setzten diese Anordnung aber vorläufig außer Kraft.

 

Im März letzten Jahres folgte auf Trumps Ankündigung dann der entsprechende offizielle Beschluss des Weißen Hauses: Transgender sollen vom Dienst ausgeschlossen werden, die „eine umfassende medizinische Behandlung benötigen“ – außer unter den „gewissen Umständen“, nämlich wenn sie in dem Geschlecht dienen, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Nach Angaben des National Center For Transgender Equality dienen aktuell rund 15.000 transidente Soldatinnen und Soldaten in der Armee, die Zahl der Transgender unter den amerikanischen Veteranen schätzen sie auf über 134.000.

 

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

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