Not macht erfinderisch: Vibrator gegen Babyschmerzen

Baby

Der ganze Tisch wackelt. Auf ihm liegen 20 zappelnde und rappelnde, in allen Farben der Palette leuchtende Alleskönner für Sie. Zeitgleich vollführt Gabi stehend eine Trockenübung: „Und so würde der dann funktionieren, genau.“ Stark. Auch, weil unsere Sextoyparty vor der gigantischen Fensterfront in den Innenhof einer Wohnanlage stattfindet. Was Gabi uns damals verschwiegen hat? Dass der kostspielige Erwerb eines Vibrator neben unserer garantierten Befriedigung noch eine weitere wirklich interessante Funktion haben könnte. Wieso, weshalb, warum? Wer, wie, was?

 

Alles für das Baby, alles für das Kind!

 

Babys haben oft Probleme mit der Atmung. Die Lungen verstopfen, nichts geht mehr. Ein schrecklicher Anblick für Eltern. Eine Mutter hat das Ganze jetzt nicht mehr länger mit ansehen wollen und kurzerhand in die Nachttischschublade gegriffen. Not macht erfinderisch. Und tatsächlich: Die sanften Vibrationen des Sexspielzeugs haben sofort ihre Wirkung gezeigt und die leidigen Beschwerden des Kindes waren wie weggerüttelt. „It’s a mum hack!“, feiert auch die Besitzerin der Facebookseite Melons and Cuties, Crystal Snider, die Vorgehensweise der Mama. Diese Idee ist gar nicht so innovativ, wie zunächst gedacht. Selbst Krankenhäuser und Atemtherapeuten haben diese Behandlungsmethode in ihre Therapievorschläge integriert. Natürlich gibt’s vor Ort nur den Tipp und nicht das Gadget. Ein Dialog unter besten Freundinnen à la: „Na, wo hast du deinen her?“ „Aus dem Klinikum, in dem ich entbunden hab“, ist also wohl leider nur eine Spinnerei ;-)

 

Und natürlich: Eine Social-Media-Steilvorlage

 

Neben jeder Menge Warmherzigkeit und Support für die Mutter ist ein solches Foto aber natürlich auch eine mega steile Vorlage für ein Best Of witziger Kommentare. Ein Doppeldildo gepostet mit dem trockenen Satz: „Wenn deine Zwillinge Verstopfung haben“. Der Hinweis, dass die einzig wahre Nutzung natürlich die Zubereitung von Rührei am Morgen ist. Die Mutter, die nicht einsieht, ihre Batterien fürs Baby zu verschwenden (Achtung: Joke :-)). Der Typ, der jetzt endlich weiß, warum seine Freundin leichter durchatmet und am Naheliegendsten: „I mean they both came out of the same vagina. Why not?“ Perfekt ist an dieser Geschichte aber vor allem die Ausrede für den allzeit bereiten Alleskönner aus der Schublade: „Achso das? Das ist nur fürs Baby, Schatz“.

 

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

 

Seit meiner aus jugendlichem Leichtsinn absolvierten Banklehre bin ich auf der stetigen Suche nach einem vom Spießertum befreiten Leben. Im Moment volontiere ich an der Katholischen Journalistenschule ifp und habe damit endlich die Lösung für mein stark ausgeprägtes Kommunikations- und Mitteilungsbedürfnis gefunden. Meinem verschriftlichten losen Mundwerk könnt ihr über diesen Link folgen!