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Achtung: Volle Windeln sind ansteckend!

Beim nächsten verzückten Blick in den Kinderwagen ist Vorsicht geboten. Schwangere Freundinnen oder Kolleginnen können eine ansteckende Wirkung haben.

„Schau mal, wie süß der ist!“ Meine Freundin hält mir zum tausendsten Mal ihr Smartphone vor die Nase. Ich sehe eine Instagram-Story, in der ein Baby herumtorkelt, umfällt, isst, sich dabei bekleckert – und muss zugeben: Dieser kleine Wonneproppen ist wirklich zum Fressen. Doch schnell zügle meine Reaktion auf den Baby-Content. Denn seit heute weiß ich, dass Schwangerschaften ansteckend sein können. Wie bitte, was?! Ja, richtig gelesen – aber natürlich nur im übertragenen Sinne.

Du bist schwanger? Ich auch!

Eine Studie des Staatsinstituts für Familienforschung und der Professur für Demografie an der Uni Bamberg zeigte nun, dass viele Baby-Bäuche in unserem Umfeld tatsächlich einen Effekt auf uns haben. Die Studie zeigt: Schwangerschaften sind wahrscheinlicher, wenn auch in unserem Umfeld viele befreundete Pärchen eine Familie gründen. Dabei sind zwei Gruppen besonders gut darin, uns zu beeinflussen: Geschwister und Kollegen.

Irgendwie auch logisch: Die einen sind schon ein Leben lang in einer Vorbildfunktion und mit den anderen verbringen wir nun einmal den Großteil unserer Zeit. Wenn sich der Smalltalk an der Kaffeemaschine also von der Kneipentour zum Windelwechseln verlagert, habt Acht! Vielleicht grübelt ihr schon bald darauf, ob ihr wirklich ein extra Arbeitszimmer braucht – oder ob man es nicht künftig auch anderweitig nutzen könnte?

Angesteckt von der Liebe

Das Ganze artet dann übrigens schnell in eine Art Kettenreaktion aus. Denn wer sich auf der Arbeit mit dem heimlichen Kinderwunsch infiziert, steckt folglich auch privat die Geschwister und Freunde mit der Schwärmerei an: „Ach, wäre das nicht schön, wenn wir uns dann alle gemeinsam zum Kaffee treffen und unsere Kids werden die coolsten Cousinen und Cousins der Welt?“ Die genauen Mechanismen, die diesem Phänomen zugrunde liegen, konnte die Wissenschaft leider (noch) nicht nachweisen. Vielleicht sind es ja auch einfach nur die Hormone? So oder so lässt sich feststellen: Gerade in der jetzigen Grippesaison kann es wirklich schlimmere Formen von Ansteckung geben, oder? Also nichts wie los und spread the love!

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

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